Tierlexikon: Wildmeerschweinchen

Wildmeerschweinchen im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Wildmeerschweinchen im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Cavia aperea
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Paraguay, Peru, Suriname, Uruguay, Venezuela
Lebensraum:
Trockensavannen, Buschland und Gebirgsregionen bis zu 4.300 Metern
Gattung:
Echte Meerschweinchen
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Wildmeerschweinchen, gelegentlich auch Gemeines Meerschweinchen genannt, leben in Gruppen von bis zu zehn Tieren. Diese Gruppen bestehen aus einem Männchen, mehreren Weibchen und deren Nachwuchs. Wildmeerschweinchen sind hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv, den Tag verbringen sie in Erdbauten, die sie entweder selbst graben oder von anderen Tieren übernehmen.
Am deutlichsten unterscheiden sich die Wildmeerschweinchen durch den schmäleren Körperbau und die längeren Hinterbeinen von den Hausmeerschweinchen. Aber man kann sie auch durch das raue, dunkle Fell, die spitzere Schnauze und die kleineren Ohren auseinanderhalten. Wildmeerschweinchen sind äußerst scheu und schreckhaft. Auf der Flucht können sie sehr schnell laufen und bis zu 70 Zentimetern hoch springen. Zudem nutzen sie Büsche als Deckung. Die Augen des Wildmeerschweinchens sind eher schlecht, aber sein Geruchssinn und Gehör sind ausgezeichnet.
Wildmeerschweinchen ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern und Kräutern.
Das Wildmeerschweinchen ist die Stammform des Hausmeerschweinchen.