Tierpark Bochum: 2016 – Ein Jahr der Superlative

Foto: Tierpark Bochum

Der Tierpark + Fossilium Bochum blickt auf das erfolgreichste Jahr seiner fast 85-jährigen Geschichte zurück! 2016 konnte der Tierpark rund 302.726 Besucher für sein umfangreiches Angebot begeistern und damit erstmals die 300.000-Grenze überschreiten. Ein neuer Besucherrekord mit einer Steigerung von 52.902 Besuchen oder 21% gegenüber dem Vorjahr (2015 = 249.824).

Zoodirektor Ralf Slabik: „Wurde gerade in 2016 noch eine öffentliche Diskussion über die finanzielle Situation der NRW-Zoos mit der Frage der Daseinsberechtigung verknüpft, so sprechen unsere tatsächlichen Besucherzahlen des vergangenen Jahres eine völlig andere Sprache. Das Gemeinwohlprojekt Tierpark + Fossilium Bochum ist und bleibt ein Erfolgsmodell und genießt einen ungebrochenen Zuspruch in unserer Gesellschaft.“ Unter dem Motto „Mein Zoo hautnah“ setzt der Bochumer Tierpark vor allem auf Tierbegegnungen auf Augenhöhe. Begehbare Anlagen, ganzjährig einsehbare Tierhäuser sowie ein großzügiges Aquarien- und Terrarienhaus, welches einzigartige Lebensräume zeigt, ermöglichen eine besondere, emotionale Verbindung zu Artenvielfalt und Exotik.

Zoodirektor Ralf Slabik: „Erfolg ist die Fähigkeit, zukunftsweisende Visionen und Ideen mit einem gutem Team zu Konzepten und Realitäten werden zu lassen. Wir haben die richtigen Visionen, wir haben ein leistungsstarkes Team und offensichtlich tun wir zum richtigen Zeitpunkt einfach das Richtige.“

Folgerichtig schreibt der Tierpark + Fossilium Bochum als gemeinnützige Institution ohne Gewinnerzielungsabsicht seit Jahren leicht schwarze Zahlen auf der Grundlage eines städtischen Zuschusses von 2,88 EUR je Besucher. So bekommen die Menschen in der Region in einer der bestbesuchten kulturellen Bildungs- und Freizeiteinrichtungen der Stadt für sehr wenig Geld sehr viel Zoo. Immerhin ist der Bochumer Tierpark mit 4.000 Tieren in 300 Arten einer der tier- und artenreichsten Zoos in NRW. Sozialverträgliche Eintrittspreise und Sondertarife ermöglichen den Besuch für Jedermann. Jahresüberschüsse, Spenden und Sponsorengelder sichern langfristig die Investitionen und machen den gesellschaftlichen Auftrag einer zoologischen Einrichtung – den Erhalt der biologischen Vielfalt durch Engagement im Umwelt-, Natur-, Tier- und Artenschutz, in Bildung und Forschung und in der Schaffung naturnaher Erholungsräume – erst möglich.

Wie jeder andere Zoo sieht sich auch der Tierpark mit stetig laufenden, nicht unerheblichen Kosten konfrontiert, wie Zoodirektor Ralf Slabik erklärt: „Kostensteigerungen begegnen wir seit Jahren mit konsequenten Sparmaßnahmen. Ertragsteigerungen sind im gleichen Zeitraum durch eine kontinuierlich steigende Besucherakzeptanz überkompensierend möglich. Insofern erhöht sich auch stetig der eigenwirtschaftliche Anteil auf mittlerweile rund 70%.“

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die Zooschule des Tierparks. Sie verzeichnete in 2016 ebenfalls bahnbrechende Zahlen! Mehr als 18.600 Zoobesucher nahmen die Bildungsangebote des Tierparks an rund 1.200 Terminen wahr. Die Zahlen des Rekordjahres 2015 konnten somit erneut getoppt werden. „Wir sind sehr stolz, dass wir mit unserem vielseitigen Angebot und dank unseres stetig wachsenden Netzwerkes aus Bildungspartnern, Besuchergruppen jeglicher Art und Altersstufe erreichen können“, berichtet Zooschulleiterin Kerstin Schulze. „Der Zuspruch aus der Gesellschaft ist nicht nur ein großes Lob für uns, er spiegelt auch die hohe Bedeutung des Bildungsauftrages wider, dem sich Zoos verschrieben haben. Denn obwohl wir heutzutage ein Überangebot an dauerhaft zugänglichen Informationsquellen haben, ist die Unwissenheit in Bezug auf Natur und Umwelt erschreckend groß. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken.“

Einer der zentralen Aspekte der Zoopädagogik ist die Aufklärung zum Thema Artenschutz. Einen gleichsam bedeutenden Beitrag zum Erhalt der Biodiversität konnte der Tierpark im vergangenen Jahr durch eine Reihe erfolgreicher Nachzuchten leisten. Nicht nur die Keas, sondern auch die Mertens-Wasserwarane freuten sich das erste Mal über Nachwuchs. Auch bei den Mönchsgeiern, Humboldt-Pinguinen, Kattas, Totenkopfaffen, Alpakas und vielen weiteren Arten gab es Jungtiere. Mit einem Großteil dieser Tierarten beteiligt sich der Tierpark an zooübergreifenden Erhaltungszuchtprogrammen und ist deshalb besonders stolz auf die Erfolge der zoologischen Abteilung. Mit Stolz blickt der Tierpark auch auf die Auszeichnung als Ökoprofitbetrieb und somit als Vorbild in Sachen Umweltschutz und verantwortungsvoller, nachhaltiger Ressourcennutzung zurück, sowie auf den Erhalt des AMS-Zertifikats (Arbeitsschutz mit System), welches ihn als ersten Zoo Deutschlands für seinen erfolgreichen Arbeitsschutz auszeichnet.

Auch baulich gesehen blickt der Tierpark auf ein herausragendes Jahr zurück. So setzte bereits im Frühjahr 2016 eine neue und in NRW einmalige Schau- und Mitmachfutterküche neue Maßstäbe in den Punkten Transparenz, Besuchereinbindung und Arbeitsoptimierung. Das größte Highlight stellte 2016 allerdings die Eröffnung des Zoologischen Bewegungsspielplatzes dar, der mit seiner besonderen zoopädagogischen Konzeption und aufregenden, liebevoll gestalteten Spielgeräten seinesgleichen sucht! Dank der Unterstützung der Sparkasse Bochum als Hauptsponsor sowie des Schullandheimvereins – Stadtverband Bochum e.V. und des Bochumer Kochclubs „L‘arte in Tavola“, trug das einzigartige Spielplatzprojekt nicht nur maßgeblich zur Attraktivitätssteigerung des Tierparks bei, sondern war als neuste Attraktion auch in erster Linie für den beachtenswerten Besucheranstieg des Familienzoos verantwortlich.

Auch 2017 wird sich der Tierpark weiterentwickeln und an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen! „Wir freuen uns, in Kürze die letzten, ausstehenden Spielplatzelemente sowie die darin eingebetteten, modernisierten Tieranlagen der Seychellen-Riesenschildkröten und der neuseeländischen Keas eröffnen zu können.“, verspricht Ralf Slabik. Ebenfalls fertiggestellt wird das neue Verwaltungsgebäude mit Sozialräumen und Büros für die Tierpark-Mitarbeiter sowie einem großen Multifunktionsraum, welcher zukünftig als weitere Fläche für zoopädagogische Programme, wissenschaftliche Vorträge und weitere Veranstaltungen genutzt werden soll. Doch Tierparkbesucher können sich in diesem Jahr auch über die Ankunft neuer Tierarten freuen. „Das wohl größte Vorhaben wird der Bau einer begehbaren Voliere für Großpapageien werden, die wir mit weiteren tierischen Bewohnern Südamerikas vergesellschaften wollen. Ich möchte an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten, doch so viel sei gesagt: Wenn ich von Visionen spreche, sind es Projekte wie dieses, die nötig sind, um einen Zoo zukunftsfähig aufzustellen. “

Quelle: PM Tierpark Bochum

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