Tierpark Bochum: Alpakas haben Nachwuchs

Foto: Tierpark Bochum

Foto: Tierpark Bochum

Auf wackeligen Beinen und noch nassem Fell wagt das neugeborene Alpaka-Jungtier „Heidi“ die ersten Schritte auf dem Auslauf des Haustierbereichs im Tierpark Bochum. Die ersten Gehversuche sind gar nicht so einfach. Plumps – schon geben die dünnen Beine nach. Doch mit zarten Stupsern ermutigt Alpaka-Stute „Rosi“ ihr Fohlen, wieder aufzustehen und weiterzulaufen. – Heute Mittag brachte die dreijährige Zuchtstute ihren ersten Nachwuchs zur Welt!

Seit dem vergangenen Sommer hat der Tierpark + Fossilium Bochum zwei neue Alpakas. Hengst „Gerolf“ traf als Erster ein. Das sechs Jahre alte Männchen war aus dem Tierpark in Nordhorn zugezogen. Wenige Wochen später kam „Rosi“, die auf dem Alpakahof Frya Fresana in Ostfriesland aufwuchs, im Bochumer Tierpark an. Schon bei ihrer Ankunft war die Zuchtstute trächtig. Der Vater des Jungtieres ist ein ebenfalls prämierter Zuchthengst mit dem stolzen Namen Aramis. Nach gut elf Monaten kam das Jungtier am Mittwoch, 11. Mai 2016 zur Welt. „Wir freuen uns sehr über ein gesundes Alpaka-Fohlen und sind glücklich, dass auch Hengst ‚Gerolf‘ das Jungtier wie seinen eigenen Nachwuchs annimmt“, berichtet Zoodirektor Ralf Slabik und fährt fort: „Eine Tiergeburt ist immer etwas Besonderes! Und im Falle unserer Alpakas auch richtungsweisend für zukünftige Nachzuchterfolge in unserem Haustierbereich.“

Die kleine Alpaka-Herde teilt sich die Anlage mit verschiedenen Rasseziegen, wie zwei Anglo Nubier Ziegen, einer Burenziege, einer Deutschen Edelziege und einer Thüringer Waldziege. Außerdem tummeln sich unter ihnen noch mehrere Quessantschafe. „Sie alle haben ihre neue Mitbewohnerin direkt nach der Geburt mit behutsamer Neugier und unter den wachsamen Augen von Mutter Rosi beschnuppert“, berichtet Tierpflegerin Inga Riebel und fährt fort: „Alpaka-Jungtiere weichen ihren Müttern in den ersten Tagen nicht von der Seite. Zur Erkennung locken die Mütter ihre Kinder mit einer Art ‚Klicklaut‘.“ Alpakas gehören zu den Neuwelt-Kamelen und sind in den Anden Südamerikas beheimatet. Sie wurden bereits vor mehreren tausend Jahren von den Ureinwohnern Südamerikas domestiziert und für die Fasergewinnung genutzt. Vor allem Tiere mit einer weißen Fellfärbung, wie sie auch Fohlen Heidi hat, wurden von den Ureinwohnern besonders verehrt. Für den Ruhrgebietszoo sind die Alpakas ein wichtiger Teil des neuen Haustierkonzepts sowie der zoopädagogischen Arbeit. „Im Rahmen von Führungen und Ferienprogrammen können Besucher die Domestikation vom Wild- zum Haustier praktisch erfahren. Zudem ist es unsere Absicht, den Nutzen unserer verschieden Haustiere für den Menschen aufzuzeigen, indem wir beispielsweise die Wolle unserer Alpakas weiterverarbeiten und daraus diverse Produkte für unseren Zoo-Shop anfertigen“, erklärt Zooschulleiterin Kerstin Schulze.

Quelle: PM Tierpark Bochum