Tierpark Bochum: Erfolgreiche Nachzuchten bei den Totenkopf- und Weißbüschelaffen

Bei den Affen im Tierpark + Fossilium Bochum gibt es in diesem Jahr gleich doppelten Grund zur Freude, denn sowohl die Weißbüschelaffen (Callithrix jacchus), als auch die Totenkopfaffen (Saimiri sciureus sciureus) haben Nachwuchs bekommen. Bei den Weißbüschelaffen, die in der Amazonasanlage des Terrarienhauses zusammen mit Köhlerschildkröten, Pfauenaugen-Stechrochen und anderen südamerikanischen Fischen leben, ist das erste Mal eine Nachzucht geglückt. Im vergangenen Jahr kam ein Männchen als Neuzugang in den Bochumer Tierpark, um zusammen mit einem Weibchen aus der bereits bestehenden Gruppe ein neues Zuchtpaar zu bilden und eine Familie zu gründen – mit Erfolg.

„Wir hatten bereits eine Vorahnung, dass unsere Weißbüschelaffen Zuwachs bekommen. Da wir unsere Affen in regelmäßigen Abständen wiegen, konnten wir eine deutliche Gewichtszunahme bei dem Weibchen feststellen. Fünf Monate später hat sich unsere Vermutung schließlich bestätigt“, freut sich Revierleiter Dominik Töller. Während sich das Jungtier in der ersten Zeit nach der Geburt noch von Vater und Mutter tragen ließ, unternimmt es mittlerweile selbstständige Ausflüge durch die Baumkronen der Regenwaldanlage.

Der natürliche Lebensraum der Weißbüschelaffen, die Tropenwälder Südamerikas, ist durch zunehmende Baumrodungen stark gefährdet. Von dieser Bedrohung sind auch die ebenfalls im Norden des Kontinents beheimateten Totenkopfaffen betroffen. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Kolumbien, über Peru bis nach Brasilien. Der Tierpark + Fossilium Bochum beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für die bedrohte Primatenart.

Bereits seit vielen Jahren freut sich das Tierparkteam regelmäßig über Nachwuchs in der aktuell zwölfköpfigen Affengruppe. Seit Mitte August zählt die Familie nun einen „Totenkopf“ mehr! Mit neugierigen Blicken erkundet das Jungtier vom sicheren Rücken seiner Mutter aus die Umgebung. In wenigen Wochen wird es auch auf die Rücken der anderen weiblichen Gruppenmitglieder klettern und sich von seinen „Tanten“ herumtragen lassen.

Noch haben die beiden Jungtiere keinen Namen. Doch das soll sich schnell ändern. „Auf unserer Facebookseite können Interessierte in den kommenden Tagen unter ausgewählten Namensvorschlägen für ihren Favoriten abstimmen“, verrät Zooschulleiterin Kerstin Schulze.

Quelle: PM Tierpark Bochum