Tierpark Bochum: Neue Totenkopfaffen und Seehund-Abschied

Foto: Tierpark Bochum

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Was ein Affentheater! In der Anlage der Totenkopfaffen im Tierpark Bochum geht es zurzeit noch wilder zu als gewöhnlich, denn die 5-köpfige Gruppe des Tierparks hat neue Mitbewohner bekommen! Schon vor einigen Wochen reisten zwei Männchen und drei Weibchen aus dem Zoo in Hoyerswerda an, wurden bisher aber getrennt von den anderen Totenkopfäffchen gehalten. In dieser ersten Eingewöhnungsphase hatten die Tiere Zeit, zunächst ihre neuen Tierpfleger kennen zulernen. Unter der Aufsicht von Jens Stirnberg, dem Abteilungsleiter der Zoologie, wurden die beiden Gruppen nun zusammengeführt. „Bei einer Vermischung von zwei bereits eingespielten Teams kann es schon mal vorkommen, dass sich die Tiere nicht auf Anhieb vertragen. Deshalb ist es wichtig, dass wir sie in der Eingewöhnungsphase intensiv beobachten.“, erklärt Stirnberg. Zu Beginn wurden die Neuzugänge von den anderen Totenkopfäffchen skeptisch beäugt, doch mittlerweile haben sich beide Gruppen aneinander gewöhnt und klettern quirlig durch ihre Anlage. Besonders bei Kindern sind die kleinen Äffchen sehr beliebt, die bei vielen als „Herr Nilsson“, dem kleinen Haustier von Pippi Langstrumpf bekannt sind. Im Tierpark Bochum kann man die Totenkopfaffen das ganze Jahr über in ihrer Außen- oder Innenanlage beobachten.

Während sich das Tierparkpersonal noch über die fünf neuen Bewohner freut, musste es sich gleichzeitig von einem besonders lieb gewonnenen Tier verabschieden. Seehund-Männchen Duci verließ den Tierpark Mitte Dezember, um in den Zoo nach Breslau in Polen umzuziehen. Der kleine Meeressäuger kam im Juli 2013 als Sohn von Seehund-Pärchen Mina und Matti im Tierpark zur Welt. Nachdem Mina eine kurze Zeit nach der Geburt von Duci an einer Infektion starb, mussten ihn die Tierpfleger per Hand aufziehen. „Schon als kleiner Heuler hatte Duci einen Dickkopf! Wenn er nicht gefüttert werden wollte, hat er sich wie ein Krokodil in der „Todesrolle“ gedreht, um uns auszuweichen.“, erinnert sich Tierpflegerin Inga Riebel und fügt schmunzelnd hinzu: „Aber sobald er Fische im Ganzen fressen konnte, war er total verfressen und ist es bis heute.“ Duci ist mittlerweile schon fast ausgewachsen und somit geschlechtsreif. Da er mit den anderen Seehunddamen des Tierparks verwandt ist, kann er sich nicht mit ihnen paaren. Im Zoo in Breslau hat er nun die Möglichkeit, unter den neuen Artgenossen seine Herzensdame zu finden.
Seinen Namen hat Duci übrigens der Kooperation des Tierparks mit dem Wattenscheider Tauchclub DUC zu verdanken. Die Mitglieder des Vereins helfen regelmäßig ehrenamtlich dabei, das große Becken der Seehunde zu reinigen und freuten sich selbstverständlich Namensgeber für den kleinen Heuler zu sein.
Trotz der langen Fahrt verlief der Transport nach Breslau reibungslos. Schon jetzt schwimmt das Seehundmännchen zusammen mit einer Gruppe von Artgenossen in seinem großen Becken um die Wette. Und das Wichtigste ist: Der Fisch schmeckt in Polen genauso gut wie in Deutschland.

Quelle: PM Tierpark Bochum