Tierpark Bochum: Totenkopfaffe geboren

Foto: Tierpark Bochum

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Seit wenigen Tagen hat die Totenkopfaffenbande im Tierpark + Fossilium Bochum ein neues Familienmitglied. Am 09. August 2016 hat ein putzmunteres Jungtier das Licht der Welt erblickt. Noch ist das Geschlecht des Äffchens unbekannt, denn kleine Totenkopfaffen verbringen die ersten Lebenswochen auf dem Rücken der Mutter und weichen ihr nicht von der Seite. „Gut festhalten“ ist hier angesagt, wenn Mama schwungvoll von Ast zu Ast springt oder über die wackeligen Taue der Anlage balanciert.

Gemeinsam gehen Mutter und Kind bereits auf Erkundungstour durch die ca. 280 m² große Außenanlage. Dabei mustert das Affenbaby seine neue Umgebung und Artgenossen mit neugierigen Blicken. Bevor es sich jedoch vom Rücken seiner Mutter löst und selbstständig auf Streifzüge geht, wird es noch ein paar Wochen dauern. Bei den täglichen öffentlichen Fütterungen um 14:30 Uhr können Besucher am besten erste Blicke auf das Jungtier erhaschen. Dabei erfahren sie außerdem spannende und kuriose Anekdoten über die Gruppe der kapuzinerartigen Affen. „Totenkopfaffen haben bei der Nahrungsaufnahme ganz besondere Eigenarten“, weiß Tierpflegerin Inga Riebel und fährt fort: „Sie beäugen ihr Futter zunächst kritisch in ihrer Hand, bevor sie es fressen. Ist ihnen ein Stück zu groß oder nicht nach ihrem Geschmack, wird es einfach auf den Boden geschmissen. Als Tierpfleger muss man – genauso wie bei kleinen Kindern – konsequent bleiben und sich durchsetzen, damit einem die Pfleglinge nicht auf der Nase herumtanzen. Wenn es nach unseren Äffchen ginge, würden wir nur süße Bananen verfüttern, aber zu einer ausgewogen Ernährung gehören unter anderem auch Gemüse, eiweißhaltige Insekten und kleinere Wirbeltiere.“

In der Gruppe der südamerikanischen Totenkopfaffen leben zurzeit drei Männchen und sieben Weibchen zusammen. Bei den Besuchern gehören sie zu den beliebtesten Tieren des Tierparks. „Vielen Besuchern ist der wohl berühmteste Totenkopfaffen ‚Herr Nilsson‘ noch als Begleiter der Kinderbuchheldin ‚Pippi Langstrumpf‘ bekannt und die Äffchen sorgen mit ihrem ausgeprägten Spieltrieb und ihrer Neugier immer noch für Begeisterung bei Groß und Klein“, berichtet Zooschulleiterin Kerstin Schulze.

Die auch als Saimiris bekannten Affen sind in den Wäldern Südamerikas beheimatet. Dort leben die geschickten Kletterer in Gruppen von zehn bis sogar hundert Tieren zusammen. Totenkopfaffen stehen unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens. Die größte Bedrohung resultiert aus dem Verlust ihres natürlichen Lebensraumes durch die Zerstörung der Regenwälder. Der Tierpark + Fossilium Bochum ist am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Kleinaffenart beteiligt und freut sich darum besonders über die erfolgreiche Nachzucht!

Quelle: PM Tierpark Bochum