Tierpark Bochum übergibt Storch an Vogelpark Wattenscheid

Foto: Tierpark Bochum

Vogelpark Wattenscheid – Foto: Tierpark Bochum

Storchenweibchen Frida bekommt ein neues Zuhause. Seit Mittwoch, den 19.11.2014, klappert Frida nun in der großzügigen Storchen-Voliere im Wattenscheider Stadtgarten. Seit dem Fuchsangriff Anfang Oktober, bei dem ein Storch ums Leben kam, hütete das Storchenmännchen des Vogelparks alleine sein Nest. Nun ist er wieder in bester Gesellschaft.

Am Mittwoch, den 19.11.2014, brachte Tierpfleger Lukas Gers das Storchenweibchen vom Tierpark Bochum zu seinem neuen Zuhause im Wattenscheider Vogelpark. Frida stammt aus der Tierpark-eigenen Nachzucht vom Frühsommer dieses Jahres. Im Juni konnten sich die beiden Weißstörche Liselotte und Fridolin über vierfachen Nachwuchs freuen. Seitdem sind die Jungstörche enorm gewachsen und konnten von den Besuchern in der Außenanlage bei ihrer prächtigen Entwicklung beobachtet werden. Doch jedes Jungtier wird einmal flügge und verlässt das elterliche Nest. Im Wattenscheider Vogelpark leistet Frida nun dem eingesessenen Storchenmännchen Gesellschaft. Zoodirektor Ralf Slabik meint: „Der erstmalige Nachwuchs bei unseren Störchen in diesem Jahr war überaus erfreulich! Wir hoffen natürlich, dass aus unserem Weibchen und dem Wattenscheider Storchmännchen wieder ein neues Zuchtpaar entsteht, das in Zukunft hoffentlich auch für Nachwuchs sorgen wird.“

Seit dem Überfall auf einen der Störche im Stadtgarten wurde die Voliere schnell wieder instand gesetzt und zusätzlich gesichert. Tierpfleger Hans-Werner Moser erklärt: „Da Füchse sich auch durch Untergrabung versuchen, einen Weg in die Gehege zu finden, wurde die Stochenanlage mit einem Grabeschutz unter der Erde verstärkt. Auch die Netze sollen zukünftig durch feinmaschige Stahlnetze ersetzt werden.“

Weißstörche nisten in der Natur auf Felsvorsprüngen, Bäumen, Gebäuden oder sogar Strommasten, dabei bevorzugen sie feuchte und wasserreiche Gebiete. Ihr Fortpflanzungszeitraum liegt zwischen Anfang April und Anfang August. Sind die Eier gelegt, werden sie rund 30 Tage bebrütet, bevor die Küken schlüpfen. Weißstörche werden mit etwa vier Jahren geschlechtsreif und können über 35 Jahre alt werden. Typisch für Weißstörche ist das Klappern ihrer Schnäbel, daher werden sie häufig auch als Klapperstörche bezeichnet. Das Klappern ist nicht nur Teil des Balzverhaltens, sondern dient auch der Begrüßung des Partners und der Verteidigung gegen mögliche Konkurrenten.

Quelle: PM Tierpark Bochum