Tierpark Chemnitz

Foto: Tierpark Chemnitz - Dr. P. Riedel

Foto: Tierpark Chemnitz – Dr. P. Riedel

Der Tierpark Chemnitz gehört zu den größeren zoologischen Einrichtungen Deutschlands. In Chemnitz wurde schon oft versucht einen Zoo zu installieren. Anfang des des letzten Jahrhunderts stellte ein Gastwirt private Tiergatter auf, die allerdings bald wieder abgerissen wurden. Zwischen Erstem und zweitem Weltkrieg bekam die Stadt an Unterstützung aus Leipzig, der dortige Zoo gründete nämlich die Filiale des Leipziger Zoos in Chemnitz, die später in Zoologischer Garten Chemnitz umbenannt wurde. Hier wurden während der Sommermonate verschiedene Leihgaben des Zoo Leipzig ausgestellt. Sogar während des Kriegs gab es exotische Tiere in Chemnitz, den so genannten Affenpavillon an der Gaststätte Pelzmühle, in dem eine Gruppe Rhesusaffen lebte. Die Gründung des heutigen Tierparks erfolgte allerdings im Jahre 1954, mit der Eröffnung eines Heimtiergartens, der auch einige wenige Affen zeigte. 1975 änderte der damalige Tierpark Karl-Marx-Stadt sein Konzept und spezialisierte sich mit Arten wie dem Kulane oder dem Sibirischen Tiger auf die Tierwelt Russlands. Nach der Wiedervereinigung änderte man das Konzept erneut und legt nun den Schwerpunkt auf vom Aussterben bedrohte Arten mehrerer Kontinente. Zudem wurde das Tierparkgelände vergrößert und die Gehege nach und nach umgebaut und erneuert. Im Jahre 1995 schloss man dann das Wildgatter Oberrabenstein und den Tierpark zusammen.
Heute leben im Tierpark Chemnitz auf etwa zehn Hektar über 1.000 Tiere in 200 Arten.

Mesopotamischer Damhirsch-Nachwuchs - Foto: Tierpark Chemnitz

Foto: Tierpark Chemnitz

Tierische Veranstaltungen

Täglich finden Schaufütterungen, u.a. bei den Nasenbären, Stachelschweinen oder dem Riesensalamander statt. Zudem wird einmal pro Woche das Wiegen der Kugelgürteltiere zelebriert. Auch der Fautiertreff an Wochenenden und Feiertagen ist beliebt. Regelmäßige themenbezogene Führungen, Ausstellungen und andere Veranstaltungen runden das Angebot ab.

Lippenbärin Bhima - Foto: Tierpark Chemnitz

Foto: Tierpark Chemnitz

 Tierische Stars

Im Vivarium des Tierpark Chemnitz gibt es die weltweit größte Ausstellung lebender Frosch- und Schwanzlurche, darunter einige wahre Raritäten. Zudem hält man die Afrikanische Akazienratte und den Blaukehl-Hüttensänger in Deutschland exklusiv. Erwähnen sollte man allerdings auch den asiatischen Bärenmakak, den Bronzeschwanz-Pfaufasan, den madagassischen Fossa, den Indische Lippenbär, den südamerikanischen Silberaffen oder den indonesischen Tieflandanoa.

"Die sieben Geißlein" - Foto: Tierpark Chemnitz

Foto: Tierpark Chemnitz

Tierisch nah dran

Das Tropenhaus des Chemnitzer Tierparks ist gleichzeitig eine Freiflughalle, in der sich die Zoogäste von vielen exotischen Vögeln umschwirren lassen können. Zudem leben auf dem Erzgebirgischen Bauernhof Ziegen und Schafe, welche gestreichelt und mit speziellen Pellets gefüttert werden können.

 

 

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