Tierpark Hagenbeck: Kürbisse für die Tiger

Foto: Götz Berlik / Tierpark Hagenbeck

Foto: Götz Berlik / Tierpark Hagenbeck

Diese Halloween-Überraschung war eine Premiere. Niemals zuvor hatte es im Hamburger Tierpark Hagenbeck Kürbisse für Tiger gegeben. Deshalb waren alle sehr gespannt, wie die dreijährigen Sibirischen Tiger mit der neuen Situation zurechtkommen würden.

Natürlich sind die beiden Tiger reine Fleischfresser. Daran können auch die größten Kürbisse nichts ändern. Aber wie kann ein Gemüse überhaupt für Raubkatzen interessant werden? Erster Schritt: es muss gut riechen. So waren die Feldfrüchte für empfindliche Tigernasen präpariert. Liebevoll geschnitzte Kürbisse enthielten Fleischstücke – sozusagen das Frühstück für Maruschka und Lailek. Kleinere Früchte wurden mit Gewürzen und Duftstoffen eingerieben.

Während die Zuschauer den Atem anhielten, als die majestätischen Tiere in ihr herbstlich hergerichtetes Außengehege kamen, beschnupperten die Tiger neugierig die Feldfrüchte. Schnell hatte Kater Lailek herausgefunden, wie die komischen Dinger zu öffnen sind. Einer nach dem anderen wurde zuerst aufmerksam untersucht und dann relativ zielgerichtet geöffnet. Keine Frage, dass die enthaltenen Fleischstücke sofort gefressen wurden.

Für Tigerin Maruschka stand ganz offensichtlich der spielerische Aspekt im Vordergrund. Sie „pflückte“ einen Kürbis vom Baum, erschrak, als er auf dem Boden zerbrach, und begann die erste wilde Runde im Gehege zu drehen. Ausgelassen tobte die Tigerdame immer wieder mit Stücken der orangefarbenen Feldfrüchte durch das Gehege. Mal griff sie die Kürbisse spielerisch an und schleppte das erbeutete Gemüse umher, um dann – wie von unsichtbaren Geistern erschreckt – davon zu laufen und den runden Früchten erneut aufzulauern. „Damit werden die beiden noch den ganzen Tag zu tun haben“, zeigte sich Reviertierpfleger Tobias Taraba rundum zufrieden mit der ausgefallenen Tiger-Beschäftigung.

Quelle: PM Tierpark Hagenbeck