Tierpark Hagenbeck: Namen für Tigernachwuchs stehen fest

„Mit so einer starken Resonanz hatten wir gar nicht gerechnet“, so Tierpfleger Tobias Taraba aus dem Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Der Leiter des Tigerreviers ist glücklich über das internationale Interesse, dass seine Schützlinge erfahren haben.

Anlässlich des ersten Ausflugs in das Außengehege wurden die noch namenlosen Jungtiere vor knapp zwei Wochen vorgestellt. Die zwei Kater und ihre Schwestern brauchten auf jeden Fall besondere Namen. Sie sollten zum heutigen Verbreitungsgebiet im Fernen Osten Russlands und den angrenzenden Gebieten von Nordkorea und China passen und möglichst noch nicht im EEP (Europäischen Erhaltungszuchtprogramm) verzeichnet sein.

So gab es eine Liste mit ausgesuchten russischen Vornamen, jeweils fünf männliche und weibliche. Per Email konnte jeder mit darüber abstimmen, wie die kleinen Tiger heißen sollten. Die Mails kamen überwiegend aus Deutschland und den Nachbarstaaten, aber auch aus Australien, Singapur, Mexiko, Großbritannien, Italien, Norwegen und anderen Ländern wurde elektronische Post geschickt.

Acht Wochen nach ihrer Geburt steht fest, dass die Katzen Dascha und Anushka heißen.
Die kleinen Kater bekommen die Namen Mischka und Vitali.

Die Tiere sind enorm wertvoll für das EEP (Europäisches Erhaltunsgzuchtprogramm), weil die Gene ihrer Eltern dort noch selten vorkommen. Zweck des EEP ist die Sicherung eines möglichst vielfältigen Genpools innerhalb einer Art. Von den stark gefährdeten Sibirischen Tigern gibt es nach WWF-Schätzungen nur noch 500 Exemplare, die im Herkunftsgebiet leben. Ihre Zahl in den am Zuchtprogramm beteiligten 110 Zoos weltweit beträgt jetzt 286. Zur Zucht werden von der Koordinatorin Jo Cook, London Zoo, nur die Raubkatzen zugelassen, deren Gene am seltensten vertreten sind.

Quelle: PM Tierpark Hagenbeck

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