Rotschnabelkittas im Tierpark Hellabrunn haben Nachwuchs

Rotschnabelkitta - Foto: N. Schacher/Tierpark Hellabrunn

Rotschnabelkitta – Foto: N. Schacher/Tierpark Hellabrunn

Seit letzten Sommer beherbergt der Tierpark Hellabrunn eine neue interessante und schöne Vogelart. In der Nähe der Fledermausgrotte bezogen Rotschnabelkittas eine frei gewordene Voliere.

Ursprünglich war die Voliere in Nachbarschaft des gemeinschaftlichen Außengeheges der Kuba-Baumratten, Azzara-Agutis und Kuba-Amazonen von einem Bartkauz-Pärchen bewohnt. Als aber im Mai 2013 das Weibchen verstarb beschloss der Tierpark auch das Männchen abzugeben und die Haltung von Bartkauzen zu Gunsten einer neuen Vogelart zu beenden.
Man entschied sich für die südostasiatischen Rotschnabelkittas, die wegen ihrer attraktiven Färbung und ihrer großen Aktivität einen deutlichen Kontrast zu den ehemaligen Bewohnern darstellen. Zudem sind Rotschnabelkittas äußerst laute Vögel die auch gut Geräusche und andere Vogelstimmen imitieren können. In ihrer Heimat sind diese Vögel als „Jagdverderber“ bekannt, was bedeutet, dass sie Raubtieren folgen und deren Beute mit lauten Rufen vor den Jäger warnen.
Eigentlich möchte man meinen, diese Art wäre eine optimale Ergänzung für den Freiflugbereich des Dschungelzeltes in Hellabrunn. Doch als Verwandte der Elstern sind Rotschanbelkittas prädestinierte Nesträuber und wären deshalb eine Gefahr für alle anderen Vogelarten die dort zuhause sind. Zudem kommen Rotschnabelkittas gut mit dem europäischen Winter zurecht, was ein weiterer Punkt für die Haltung in der Außenvoliere war.
Aber auch die Vögel scheinen sich in ihrem Zuhause durchaus wohl zu fühlen, denn kaum hatten die Rotschnabelkittas ihr erstes halbes Jahr dort verbracht, gab es bereits Nachwuchs. Man hatte sich in Hallbrunn bewusst für ein zuchtfähiges Pärchen entschieden und ist sehr glücklich darüber, dass es bereits jetzt geklappt hat, da es für die guten Bedingungen im Tierpark spricht.

Zur Zeit kann man das Pärchen gut dabei beobachten, wie es seinen Nachwuchs versorgt. Doch man sollte sich beeilen wenn man die Familie noch vereint sehen möchte, denn in einigen Monaten wird der Nachwuchs dann in eine andere Einrichtung abgegeben.

M.Schmid/zoogast.de