Tierpark Hellabrunn: Vier Seelöwen-Babys

Foto: Tierpark Hellabrunn

So ganz geheuer ist den Seelöwen-Babys die Sache nicht. Mit großen schwarzen Knopfaugen schauen sie ihren Müttern zu: Runter vom Trockendeck, drei mal elegant rutschen, erste Flosse ins Wasser, zweite Flosse ins Wasser, Kopf runter und schwimmen. Ganz einfach.

So weit die Theorie. Die Praxis sieht bei Seelöwen-Babys aber immer etwas anders aus. Da wird sich geziert, mit der Flossenspitze die Wassertemperatur getestet, dann wird gebrüllt, weil die Mutter längst in den Fluten ist, bevor sich das Jungtier endlich in das unheimliche, nasse Element wagt.

Ähnlich wie kleine Kinder müssen Seelöwen-Babys das Schwimmen erst lernen. Nora ist jetzt drei Wochen alt und hat ihre ersten Schwimmzüge – bestens betreut von den Tierpflegern und ihrer Mutter – in einem kleinen Becken hinter den Kulissen erlernt. Mittlerweile hält sie sich schon recht gut über Wasser. Aber der Sprung in das große Becken ist für die Seelöwen-Mütter und die Tierpfleger immer wieder ein Abenteuer. Nora, Nelly und Nick sind jetzt täglich beim Babyschwimmen im Seelöwen-Pool zu beobachten. Das jüngste Seelöwen-Baby muss erst noch Schwimmen lernen und wird gemeinsam mit Mutter Sandy in den nächsten Tagen zu seinen Halbgeschwistern ins große Becken nach kommen. Bis dahin gibt es hoffentlich auch sein Geschlecht preis, sodass es schnell einen Namen bekommen kann.
Die etwa vier Kilo schweren und 45 Zentimeter großen Jungtiere werden etwa vier Mal täglich gesäugt. In Hellabrunn leben jetzt insgesamt 15 Kalifornische Seelöwen. „Seelöwen sind die geborenen Entertainer. Seelöwen-Babys bei ihren ersten Schwimmversuchen zu beobachten, ist Unterhaltung pur! Nun hoffen wir nur noch auf Nachwuchs bei den Mähnenrobben, dann ist der Robben-Kindergarten komplett“, freut sich
Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

Quelle: PM Tierpark Hellabrunn