Tierpark Hellabrunn: Yak-Damen ziehen von Zürich nach München

Eingang Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Die Hausyak-Gruppe im Tierpark Hellabrunn hat sich vergrößert! Mit Pema und Patuca sind Mitte September zwei neue weiß-grau gefleckte Yak-Damen vom Zoo Zürich nach München gezogen. Die beiden 2015 geborenen Weibchen fühlen sich inzwischen schon sehr wohl in der Hellabrunner Yak-Familie. Neben Zuchtbulle Norbu und dem zweijährigen Bullen Pedro leben nun insgesamt fünf Kühe sowie zwei Jungtiere im Tierpark. Vor allem Neuzugang Pema kann man gut an ihrer schicken Frisur und den fehlenden Hörnern erkennen. „Dass es Hausyaks ohne Hörner gibt, ist gar nicht so ungewöhnlich – ähnlich wie bei Ziegen oder anderen domestizierten Arten gibt es Erblinien mit und ohne Hörner“, erklärt Carsten Zehrer, Biologe und zuständiger Kurator für Yaks.

Bei den Yaks, die im Tierpark leben, handelt es sich um Hausyaks (Bos grunniens). Die domestizierte Rinderart wird vor allem im Himalaya, der Mongolei und dem Süden Sibiriens gehalten und stammt vom in der tibetischen Hochebene lebenden Wildyak (Bos mutus) ab. Sie sind an die dortigen extremen klimatischen Bedingungen angepasst und sehr genügsam. So können sie in den oft unwirtlichen Gegenden auch mehrere Tage ohne Futter und Wasser überstehen. Vor allem in der Landwirtschaft spielen Hausyaks eine wichtige Rolle. Die Tiere liefern Milch und Fleisch, Wolle und Leder – und ihr getrockneter Dung ist ein wichtiges Brennmaterial. Außerdem werden sie als Reit- und Lastentiere gehalten.

Im Gegensatz zu den Hausyaks sind die Wildyaks, wie viele andere heute noch existierende Wildrind-Arten, nach der Roten Liste der IUCN (International Union for Conservation of Nature) als gefährdet eingestuft. Der Restbestand an Wildyaks, der sich auf West-China und Tibet beschränkt, ist allein in den letzten 30 Jahren um über 30 Prozent zurückgegangen.

Quelle: PM Tierpark Hellabrunn

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