Tierpark Nordhorn: Große Storchenrettung in luftiger Höhe

Tierpfleger und Feuerwehr retten den Storch - Foto: Tierpark / Nordhorn

Tierpfleger und Feuerwehr retten den Storch – Foto: Tierpark Nordhorn / Norbert Jörgens

In der großen Storcheneiche im Tierpark Nordhorn sind einem Storch seine Balancierversuche auf den großen Ästen zum Verhängnis geworden. Nachdem er unglücklich abgerutscht war, hing er hilflos in der großen Eiche mit einem Bein zwischen zwei Ästen fest. Seit drei Jahren wird dieser Baum mitten im Tierpark von wilden Störchen als Nistbaum angenommen. Auch in diesem Jahr sind alle Nester wieder besetzt und es wurde sogar ein weiteres gebaut. Nun hing der Storch kopfüber in luftiger Höhe und konnte sich nicht mehr selbst aus seiner misslichen Lage befreien.
Glück im Unglück hatte der Unglücksstorch, dass er gleich von den Besuchern entdeckt wurde. So konnten die Tierpfleger sich um den Vogel kümmern. Schnell wurde klar, dass der Storch für alle normalen Leitern unerreichbar hoch hing und eine Bergung schwierig würde. Die alarmierte Feuerwehr rückte schließlich mit einem entsprechend ausgerüsteten Leiterfahrzeug an. Nur so konnte der Storch erreicht werden. Zusammen mit einem Feuerwehrmann bestieg Tierpfleger Tom ten Tusscher die Gondel und fing den Storch vorsichtig ein. Dabei ist bei einer solchen Rettungsaktion große Vorsicht und Sorgfalt geboten. Störche besitzen einen sehr spitzen Schnabel, den sie sehr gezielt einsetzen können. Um die eigene Gesundheit nicht durch Schnabelhiebe zu gefährden, wird dem Storch ein Gummischlauch für die Dauer der Behandlung über den Schnabel gestülpt.
Als der Storch wohlbehalten am Boden war, konnte er sogleich von Dr. Hemann Kramer tierärztlich untersucht werden. „Offensichtlich keine Brüche!“ so die beruhigende erste Nachricht. Ein paar Schürfwunden und Prellungen zwar, aber keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Vor allem die Flugfähigkeit scheint nicht gefährdet, was bei einem Wildstorch fürs Überleben natürlich unumgänglich ist. Sogleich wurde der Storch in die Tierarztpraxis des Tierparks gebracht um weitere Untersuchungen und Behandlungen vorzunehmen.
Seit drei Jahren brüten regelmäßig über zehn wilde Storchenpaare im Tierpark. Es sind gern gesehene Gäste, so die Tierparkmitarbeiter, allerdings sind es Wildtiere, die sich ihr Futter in der freien Natur selber suchen müssen und im Winter in den Süden fliegen.
Mit einem Happy End ging so der für die Besucher, die Tierparkmitarbeiter und die Feuerwehr, vor allem aber natürlich für den Storch, sehr aufregende Tag zu Ende.

Quelle: PM Tierpark Nordhorn