Tiger in der ZOOM Erlebniswelt in Gelsenkirchen eingezogen

Foto: ZOOM, Gelsenkirchen

Das Warten hat ein Ende. Nach neun Monaten Bauzeit, fast 2.000 Arbeitsstunden, einer Investition von rund einer Million Euro und 1.400 Kilometern Transportweg ist es endlich so weit: Die Tiger sind in ihrem Revier. Heute Mittag wurde das neue konsequent naturnah gestaltete „Reich der Tiger“ feierlich eröffnet. Die vier Sibirischen Tiger mit den Namen Virgil, Manu, Thrax und Roger haben die neue Landschaft erobert und fühlen sich in der ZOOM Erlebniswelt zuhause. „Vier kräftige Tiere im Alter zwischen zwei und sechs Jahren bereichern die Fauna aus rund 200 Tieren der Erlebniswelt Asien und sind das neue Highlight der ZOOM Erlebniswelt“, berichtet Leiter Dr. Jörg Plischka. Tierärztin Dr. Pia Krawinkel und Reviertierpfleger Rico Pirl sind gespannt, wie sich die Tiger in den nächsten Wochen einleben werden, wie sich ihre Rangordnung entwickelt und wie die mächtigen Raubkatzen das Reich des Tigers erobern werden.

Finale mit Anziehungskraft
Mit der Eröffnung des „Reich der Tiger“ geht auch ein Abschluss einher: Die Fertigstellung des Tiger-Reviers steht für die endgültige Vollendung der Erlebniswelt Asien und damit der gesamten ZOOM Erlebniswelt. „Für uns ist dieser Tag ein Meilenstein und das Ziel einer über zehnjährigen Entstehungsphase“, freut sich Ulrich Köllmann, Geschäftsführer der GEW, Gesellschaft für Energie und Wirtschaft mbH, zu der die ZOOM Erlebniswelt gehört. „Zur Vollendung unseres zoologischen Konzeptes und auf vielfachen Besucherwunsch haben wir uns dazu entschlossen, das 1.000 Quadratmeter große, naturnah gestaltete Tiger-Revier zu bauen, welches spektakuläre Einblicke in das Leben der mächtigen Raubkatzen ermöglicht“, so Köllmann.

Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski lobt die Zukunftsträchtigkeit des Konzeptes „Mit dem ‚Reich der Tiger‛ hat die ZOOM Erlebniswelt das i-Tüpfelchen in der Umsetzung eines wegweisendes Konzeptes gesetzt und insgesamt ein Bild des ‚Zoos der Zukunft‛ entworfen. Ich bin überzeugt davon, dass die drei Erlebniswelten ein Vorbild sind, deren Bedeutung weit über die Grenzen der Region hinausreicht“, sagte Frank Baranowski im Rahmen der Eröffnung.

Mächtige Rabauken und eine russische Landschaft
In den vergangenen zwei Monaten kamen die Sibirischen Tiger aus Budapest und dem niederländischen Rhenen in die ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) wurden sie über die Partnerzoos vermittelt. Mit der mächtigen Großkatze lebt nach Kodiak- und Eisbär nun auch das drittgrößte Landraubtier der Erde in der ZOOM Erlebniswelt.

Um den Sibirischen Tigern ein naturnahes Zuhause bieten zu können, wurde bei der Pla-nung und landschaftlichen Gestaltung die Heimatregion der Großkatzen rund um die sibirischen Flüsse Amur und Ussuri an der chinesischen Grenze zum Vorbild genommen. Dieser Landstrich zeichnet sich durch wasser- und pflanzenreiche Ebenen aus. Ein Großteil des Reviers besteht aus Wasser, angelegt als Fluss-Aue mit einer Kaskade sowie einer tiefen Badestelle. Sie befindet sich ganz in der Nähe eines verglasten Einblicks, so dass Besucher die Bäder der bis zu drei Meter langen Tiere ganz aus der Nähe beobachten können.

Sträucher, blühende Gehölze und Bambus bilden die Flora der Tigerlandschaft. Große Findlinge, die im Revier verteilt sind, bieten zahlreiche Klettermöglichkeiten. Für die Gestaltung wurden genau 999 Pflanzen gesetzt, 2100 Kubikmeter Erde bewegt und über 20 Tonnen Steine transportiert. Ein weitläufiger Rundweg erlaubt den Besuchern eine 180-Grad-Einsicht in das Revier, hohe Glasscheiben – insgesamt 15 Stück – machen unmittelbare Begegnungen zwischen Mensch und Tier möglich.

Quelle: PM ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen