Tigerfamilie im Tierpark Hagenbeck vereint

Erstmals traf der Sibirische Tiger mit seiner Partnerin Maruschka und dem gemeinsamen Nachwuchs auf der großen Anlage im Tierpark Hagenbeck zusammen. Sie hatten sich zwar schon früh im Tigerhaus kennengelernt, aber dort mit dem trennenden Schmusegitter. Kann einem ausgewachsenen Tigerkater etwas Zuviel werden? Es wirkte jedenfalls so, als Yasha heute Reißaus vor seinen Kindern nahm.

Die beiden Kätzchen Anushka und Dascha sowie die kleinen Kater Mischka und Vitali waren sichtlich begeistert davon, ihren Vater ohne Schutzgitter zu sehen. Ehe der große Kater wusste, wie ihm geschah, hatte er vier kleine Temperamentsbündel auf den Fersen. Während Mutter Maruschka langsam in ihre Rolle hereinwachsen konnte, stand der Vater plötzlich vor der Herausforderung, Spielkamerad zu sein. Eine Rolle, die er sicher in den kommenden Wochen mit Bravour spielen wird. Inzwischen bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich in Gelassenheit zu üben und dem Nachwuchs hin und wieder deutlich zu machen, wo die Grenzen sind.

Obwohl Tiger in der Wildbahn Einzelgänger sind, sahen Tierarzt Dr. Michael Flügger und
Tierpfleger Tobias Taraba kein Risiko darin, die gesamte Familie zusammenzulassen. „Yasha ist
ein ganz Lieber“, so Tarabas Einschätzung. Den ausgeglichenen Charakter des Katers
bestätigte auch Dr. Flügger: „Es gibt keinen Grund, warum er seinen Kindern etwas antun
sollte.“

Ab sofort hat Yasha reichlich Gelegenheit, seine Vaterrolle zu trainieren.

Quelle: PM Tierpark Hagenbeck