Tüpfelhyänen-Nachwuchs im Zoo Osnabrück

Foto: Zoo Osnabrück / Martina Hümmer

Wer zurzeit die Afrika-Tierwelt „Takamanda“ im Zoo Osnabrück besucht, kann bei den Tüpfelhyänen ganz besondere Beobachtungen machen: Zwei Jungtiere erkunden die Anlage – immer unter den wachsamen Augen von Mutter Lulonga.

Zwar erblickten die beiden Jungtiere bereits am 20. August 2013 das Licht der Welt, doch die ersten Lebenswochen verbrachten sie in ihrem sicheren Bau. Nun ist der putzige Nachwuchs für alle gut zu sehen: „Die beiden kuscheln sie zwar noch viel mit Mutter Lulonga, unsere Besucher können sie aber bei schönem Wetter immer öfter beim Spielen und Herumtollen beobachten. Gerade in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag sind die Kleinen sehr aktiv“, berichtet Wolfgang Festl, Revierleiter von „Takamanda“. „Wir freuen uns sehr, dass es mit dem Nachwuchs auch in diesem Jahr wieder geklappt hat, da die Nachzucht bei Hyänen sehr schwierig ist.“ Die beiden Jungtiere hätten derzeit noch keine Namen, da das Geschlecht noch nicht fest stehe. Das müsse ertastet werden und momentan möchte man die Hyänenfamilie noch nicht stören, so Festl weiter.

Sowohl im Rudelverband als auch in der Kindererziehung führen bei den katzenartigen Raubtieren die Damen das Regiment: „Vater Badu wird gar nicht in der Nähe der Kleinen geduldet. Der große Bruder Balai, der inzwischen eineinhalb Jahre alt ist, darf aber jederzeit mit dem Nachwuchs spielen. Manchmal schleckt er sie sogar liebevoll ab“, schmunzelt Festl. Balai sei zwar auch ein männliches Tier, aber noch nicht geschlechtsreif – die Geschlechtsreife erreichen Hyänen erst mit circa drei Jahren. „Deshalb hat Balai momentan noch eine Art ‚Welpenschutz’ bei der Mutter“, erklärt der erfahrene Tierpfleger. Zurzeit haben die Jungtiere noch eine dunkelbraune Fellfarbe – erst im Laufe der Zeit wird sich das Fell heller färben und die für Tüpfelhyänen charakteristischen schwarz-braunen Flecken erscheinen.

Bei den angekündigten milden Temperaturen in den nächsten Tagen stehen die Chancen besonders gut, das Familienleben bei den Hyänen beobachten zu können.

Quelle: PM Zoo Osnabrück