Überraschung im Zoo Duisburg: Albino-Känguru geboren

Mitte 2012 staunten die Pfleger nicht schlecht, als ihnen bei der morgendlichen Kontrollrunde durch ihr Revier ein schneeweißer, tennisballgroßer Kopf aus dem Beutel eines Muttertieres entgegen gestreckt wurde: Duisburgs erstes Albino-Känguru wuchs da gerade heran!

Albinismus ist eine Sammelbezeichnung für angeborene Störungen in der Biosynthese der Melanine (Pigmente oder Farbstoffe) und der daraus resultierenden helleren Haut-, Haar- und Augenfarbe. Betroffene Tiere nennt man Albinos. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Albino-Känguru das Licht der Welt erblickt, liegt bei etwa 1:20 000!
In den Folgemonaten entstand ein kleiner Hype um das anfangs namenlose Weibchen. Zahlreiche Medienvertreter – ob schreibende Zunft, Radioreporter oder Kamerateams – berichteten wochenlang über das Känguru, das letztlich einen der Aborigines-Sprache entlehnten Namen bekam: NALA für „Geschenk“.
NALA wäre Anfang dieses Jahres ein Jahr alt geworden. Wäre da nur nicht der Fuchs gewesen, der das Albino-Känguru zum Entsetzen aller gerissen hatte. Im Nachgang wurde mit Akribie an der Anlage gebastelt, um diese nun möglichst fuchssicher zu machen.

Glauben konnte es keiner so richtig, als vor kurzem erneut ein weißes Känguru einem mütterlichen Beutel entstiegen war. Es handelt sich dabei auch noch um dieselbe Mutter von NALA! Wie mag das kleine Känguru nun heißen, etwa NALA II (die zweite)? Man darf gespannt sein, denn das Geschlecht des kleinen Kängurus ist noch nicht bestimmt.

Quelle: PM Zoo Duisburg