Umweltprojekt im Opel-Zoo: Bienenfleißige Königsteiner Pfadfinder

Wölflinge und Jungpfadfinder der DPSG-Pfadfinder Königstein - Foto: Archiv Opel-Zoo Kronberg

Wölflinge und Jungpfadfinder der DPSG-Pfadfinder Königstein – Foto: Archiv Opel-Zoo Kronberg

Umweltprojekt im Opel-Zoo
Bienenfleißige Königsteiner Pfadfinder

Buchweizen, Koriander, Gelbsenf, Schwarzkümmel, Ölrettich, Phacelia, Ringelblume, Kornblume, Malve, Borretsch, Dill … was wie die Zutatenliste für ein exotisches Gericht klingt, sind die Bestandteile der so genannten Tübinger Mischung – eine Wiesensaat für eine Bienenweide.

Im Kronberger Opel-Zoo gibt es seit 2009 am Panoramaweg im südlichen Teil des Zoos einen Bienenstand, in dem die Zoobesucher über die Nützlichkeit von Bienen informiert werden und in dem sie ein Bienenvolk durch eine Scheibe in ihrem Bienenstock beobachten können. Sie sehen die Königin, die Arbeiterinnen, erkennen die Waben, beobachten die Aufzucht der jungen Insekten und vieles mehr. Das Bienenvolk wird regelmäßig vom Oberurseler Bieneninstitut in den Opel-Zoo gebracht und vor der kalten Jahreszeit auch wieder abgeholt. Damit die Bienen bei ihrer Ankunft in direkter Nähe ausreichend Blüten finden, um Nektar zu sammeln, dient das Wiesengebiet rund um den Bienenstand als Bienenweide und da finden die fleißigen Bienen vom Frühsommer bis in den Herbst hinein die blühenden Pflanzen der Tübinger Mischung.

Bienenfleißig waren die Wölflinge und Jungpfadfinder des Königsteiner Stammes der DPSG-Pfadfinder: An zwei Nachmittagen nutzten die sechs- bis achtjährigen Mädchen gemeinsam mit ihren Gruppenleitern die Gruppenstunde dazu, um sich aktiv dem Naturschutz zu widmen: Im Opel-Zoo haben sie das für die Bienenweide vorgesehene Wiesenstück tatkräftig umgegraben, vom Unkraut befreit, eingeebnet und für die Saat vorbereitet, die sie dann auch selbst eingebracht haben. „Die Kinder haben ihren lobenswerten Einsatz nicht nur für das Wohlergehen unserer Bienen gebracht, sondern für alle blütenbesuchenden, nektarsaugenden Insekten wie Schmetterlinge, Hummel, Solitärbienen und viele andere mehr“, so der Leiter der Zoopädagogik, Dr. Martin Becker. „Sie haben somit also einen Beitrag zur Biodiversität, zur Erhaltung der Vielfalt des Lebens im Allgemeinen und der heimischen Flora und Fauna im Besonderen geleistet.“

Und ein solcher Einsatz muss natürlich auch belohnt werden: Wenn die Bienenweide erblüht ist und es in ihr brummt und summt, werden die Pfadfinder zu einem Zoobesuch und einer besonderen Führung eingeladen, die dann vor allem das Thema Biodiversität und die Notwendigkeit Bienen zu schützen zum Thema haben wird.

Quelle: PM Opel-Zoo Kronberg