VdZ bezieht Stellung zum Gorilla-Unfall im Zoo Cincinnati

Foto: Simon Pannock

Gorillas im Zoo Hannover – Foto: Simon Pannock

Am vergangenen Samstag, 28. Mai 2016, überwand ein 4-jähriger Junge die Sicherheitsabgrenzung der Anlage „Gorilla World“ im Zoo von Cincinnati und stürzte vor den Augen von Besuchern in das Gehege der Westlichen Flachlandgorillas. Während die zwei Weibchen auf der Anlage von Zoomitarbeitern abgetrennt werden konnten, ergriff der 17-jährige Gorilla „Harambe“ das Kind und zog es mehrfach durch einen Wassergraben. Um das Leben des Jungen zu retten, wurde der Gorilla nach 10 Minuten von Mitarbeitern des Zoos erschossen. Der Junge wurde in einem Krankenhaus behandelt.

Dazu teilt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ), folgendes mit:

„Der VdZ bedauert den tragischen Unfall im Zoo von Cincinnati. Um das Leben des Kindes zu retten, war es unumgänglich, den Gorilla zu erschießen. Die Alternative, die Narkotisierung des Tieres, hätte beim Aufprall eines Narkosepfeils zu einer erhöhten Aggression des Tieres führen und das Leben des Jungen noch weiter gefährden können. Bis zum Eintritt der Narkose wäre zudem viel Zeit verstrichen. So bedauernswert der Tod des Gorillas auch ist, es ist festzuhalten, dass der Zoo sowohl bei der Gehegeabsicherung als auch in der Unfallsituation umsichtig und verantwortungsvoll gehandelt hat. Unser Mitgefühl gilt der Familie des verunglückten Jungen, den Mitarbeitern des Zoos, sowie den Besuchern, die Zeuge dieses dramatischen Unfalls wurden.“

Quelle: PM VdZ

4 replies to this post
  1. Fotos die im Internet kursieren sehen nicht danach aus, als würde der Gorilla mit dem Kind aggressiv umgehen. Es sieht gar liebevoll aus. Der VdZ kennt die Situation genauso wenig wie ich und sollte daher lieber die Klappe halten.

  2. Genau. Der Zoo in Cincinnati kann viel behaupten. Peinlich für eine deutsche Zoo-Organisation einfach alles nachzuplappern ohne selbst mehr zu wissen als jeder andere in Deutschland.

  3. Also was man auf den Fotos sieht widerspricht deutlich den offiziellen Angaben. Es ist ja auch viel einfacher so, als einzugestehen einen Fehler gemacht zu haben. Futter, Betäubung etc. Alles wäre besser gewesen als einen fürsorglichen Gorilla zu erschießen.