VDZ: Kein willkürlicher Einsatz von Psychopharmaka in deutschen Zoos

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Aktuelle Medienberichte, wonach in deutschen Zoos vorsorglich, flächendeckend und willkürlich Psychopharmaka an Tiere verabreicht werden, entsprechen nicht den Tatsachen. Der Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) stellt grundsätzlich klar, dass Medikamente nur dann eingesetzt werden, wenn dies nach Einzelfallprüfung durch einen Tierarzt medizinisch indiziert worden ist.

Dafür gibt es genaue Vorschriften, die exakt eingehalten werden müssen. „Um Missbrauch zu verhindern, haben bei uns im Kölner Zoo beispielsweise ausschließlich Tierärzte Zugang zu den gesichert aufbewahrten Medikamenten. Die Verabreichung erfolgt nur unter medizinischer Indikation“, sagt Theo Pagel, Präsident des VDZ und Direktor des Kölner Zoos.

Auch die amtstierärztlichen Vorgaben sind streng. Da es keine speziell für Zootiere zugelassenen Sedativa und Tranquilizer gibt, muss jedes Präparat im Einzelfall umgewidmet werden. Die verantwortlichen Fachtierärzte der im VDZ zusammengeschlossenen Zoos stehen in engem Kontakt mit der jeweils zuständigen Veterinärbehörde. Zoologische Gärten werden per se regelmäßig durch Aufsichtsbehörden kontrolliert.

Theo Pagel: „Die Auflagen für den Einsatz von Psychopharmaka bei Zootieren sind hoch und unterscheiden sich nicht von den Standards, wie sie auch bei der Behandlung von Menschen gelten.“

Quelle: PM Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ)