Verband der Zoologischen Gärten fordert Rechtssicherheit für die Umsetzung der EU Verordnung zu Invasivarten

Grundsätzlich begrüßt der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) das Anliegen der EU Kommission, durch die EU Verordnung zu Invasivarten die heimische Flora und Fauna vor gebietsfremden invasiven Arten zu schützen. Gleichzeitig bemängelt er Schwächen in der Verordnung, welche bei der praktischen Umsetzung zu Interpretationsspielräumen und Rechtsunsicherheiten führen. Dies zeigt der aktuelle Fall aus dem Zoo Leipzig: So hält die EU Kommission im Rahmen von Übergangsregelungen den Transport gelisteter invasiver Tierarten bis zum 2. August 2017 für genehmigungsfähig. Die für Tiertransporte zuständige sächsische Behörde hat hingegen erneut ihre Entscheidung bekräftigt, aufgrund der EU Verordnung den Transport der Chinesischen Muntjkas aus dem Zoo Leipzig an einen Privathalter in Belgien nicht zu gestatten.

Generell hält der VdZ eine Anwendung der EU Verordnung auf die Zootierhaltung für unangebracht. Er setzt sich daher dafür ein, dass Zoos gemäß Artikel 8 der Verordnung spezielle Genehmigungen erhalten, die es ihnen ermöglichen, auch zukünftig alle invasiven gebietsfremden Arten zu halten, zu züchten und zu transportieren. Nur so können Zoos ihrem Artenschutz-, Bildungs- und Forschungsauftrag entsprechen.

Quelle: PM VDZ

Schreibe einen Kommentar