Verband der Zoologischen Gärten verteidigt Delfinhaltung

Vor dem Hintergrund medialer Berichte über ein Verbot der Delfinzucht und -haltung in Frankreich stellt der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) klar: Drei VdZ Mitglieder, der Zoo Duisburg, der Tiergarten Nürnberg und der Loro Parque (Teneriffa, Spanien), halten und züchten seit Jahrzehnten erfolgreich Große Tümmler (Tursiops truncatus) und im Falle des Loro Parques zudem auch Schwertwale (Orcinus orca). Die Tiere werden gemäß des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes und artgemäß gehalten. Millionen von Besuchern haben erst durch das direkte Erleben der Meeressäuger und durch die Bildungsangebote der Zoos eine emotionale Bindung zu diesen Tierarten aufgebaut.

Wie alle Zootiere sind auch Delfine Botschafter ihrer wildlebenden Artgenossen. Während der täglichen kommentierten Vorführungen vermitteln unsere Mitgliederzoos Wissenswertes über die Biologie der Tiere und über die Bedrohungsfaktoren für ihren Lebensraum Meer. Jährlich sterben mehrere hunderttausend Delfine und Wale durch die Auswirkungen der Überfischung als Beifang. Zudem werden sie bedroht durch den Klimawandel sowie aufgrund der massiven Verschmutzung der Weltmeere. So sind beispielsweise Vaquita-Tümmler, der kleinere „Bruder“ unserer heimischen Schweinswale, aktuell in den Gewässern Mexikos akut von der Ausrottung bedroht. Die durch Forschungsarbeiten in zoologischen Einrichtungen gewonnenen Erkenntnisse zur Biologie, Pflege und medizinischen Versorgung an Meeressäugern könnten dabei helfen, die letzten Exemplare dieser bedrohten Art zu retten. Diese Erkenntnisse dienen auch der Rehabilitation und Wiederauswilderung von gestrandeten Delfinen weltweit.

Der VdZ spricht sich daher ausdrücklich für die Fortführung der wissenschaftlich fundierten artgerechten Haltung und Zucht von Delfinen in VdZ Mitgliederzoos zu Zwecken der Bildung und Forschung aus.

Quelle: PM VdZ

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