Video: Kölner Zoo zeigt mit außergewöhnlichem Video seine Tiere beim Trinken

Was haben Kölns Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel, Elefantenbulle „Rajendra“, Löwendame „Gina“ und Poitou-Esel „Jacques“ bei aller Unterschiedlichkeit gemeinsam? Sie brauchen Wasser zum Leben. „Wasser ist unser gemeinsames Elixier. Wir allen müssen trinken“, erklärt Theo Pagel. „Umso wichtiger ist der Schutz der natürlichen Ressourcen. Mensch wie Tier müssen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Sonst ist auf der Erde kein Leben möglich.“

Der Kölner Zoo setzt beim Betrieb seiner Tier- und Besucheranlagen auf moderne Wasser- und Energiespartechniken. „Wir wollen die natürlichen Ressourcen so gut es geht schonen. Zugegeben: In einem Zoo mit seinen ganzjährig geöffneten Warmhäusern und ,eigenwillig` agierenden Protagonisten wie Gorilla oder Giraffe ist das nicht immer ganz einfach. Aber mit Einfallsreichtum und dem tollen Engagement unserer Mitarbeiter schaffen wir das dennoch“, sagt der Kaufmännische Zoovorstand Christopher Landsberg. Aktuell treibt der Zoo innovative technische Lösungen im Bereich der Abwasserentsorgung voran. Als Bestätigung ist der Kölner Zoo jüngst vom Landesumweltministerium mit dem Prädikat „Ökoprofit-Betrieb“ ausgezeichnet worden.

Der Kölner Zoo zeigt seine Tiere in dem Video-Clip in ungewöhnlicher „Von unten nach Oben“-Perspektiv aus wenigen Zentimetern Nähe. Zoo-Mitarbeiter haben dafür eine Kamera auf dem Boden eines Trichters montiert. Die Konstruktion wurde anschließend mit Wasser befüllt und in die einzelnen Anlagen gestellt. Herausgekommen sind eindrucksvolle Bilder exotischer Tiere und ihrer verschiedenen Trinktechniken. Zu sehen sind u.a. Löwe, Tiger, Trampeltier, Bonobo, Elefant, Bison, Onager, Tapir, Waschbär sowie der FC-Geißbock Hennes VIII. – und damit die volle Tiervielfalt des Kölner Zoos, der einer der artenreichsten Deutschlands ist.

Wer sich das Video anschaut, stellt fest: Tiere nehmen auf unterschiedliche Art Wasser auf. „Der Elefant führt das Wasser mit dem Rüssel zum Maul. Unsere Katzen dagegen bauen mit der Zunge eine Wassersäule auf, aus der sie dann die benötigte Menge abschöpfen. Wiederum ganz anders machen es die Vögel. Manche davon schöpfen Flüssigkeit, indem sie ihren Kopf nach oben strecken und das Wasser so in die Speiseröhre fließen lassen.“

Es gibt weitere große Unterschiede im Trinkverhalten – je nach Tierart und ihren individuellen Bedürfnissen ist die Bandbreite enorm. Prof. Pagel: „Elefanten brauchen zwischen 100 und 150 Liter am Tag. Trampeltiere dagegen kommen lange Zeit ohne aus. Wenn sie dann aber die Chance zum Trinken haben, können sie sich in nur 15 Minuten mit 200 Litern druckbetanken.“ Wieder anders machen es die ebenfalls im Video zu sehnenden Bonobos. Sie nehmen mehr als 90 Prozent des täglichen Wasserbedarfs über die Nahrung auf. Wasser trinken sie kaum.

Quelle: PM Kölner Zoo