Vierlinge im Vogelpark Walsrode: Tiertrainer begeistert über Wüstenbussard-Babys

Flauschig, hungrig und ganz schön frech – der neuste Nachwuchs im Weltvogelpark Walsrode hält die Tierpfleger ordentlich auf Trab. Gleich vier Wüstenbussard-Babys krächzen in der Jungvogelstation des Parks im Chor um die Aufmerksamkeit der Tierpfleger. Denn Aufmerksamkeit bedeutet Futter. Und davon kriegen die kleinen Greifvögel mit dem schon recht scharfen Schnabel nie genug. Gemeinsam ist man nicht nur lauter, sondern jagt auch besser. Zumindest als Wüstenbussard. Die in amerikanischen Wüsten und Steppen beheimatete Vogelart ist in dieser Hinsicht einmalig. Kein anderer Greifvogel jagt in einer Gruppe und teilt sich danach die Beute.

Mit Tausenden Vögeln aus 650 Arten und allen Kontinenten ist der Weltvogelpark Walsrode der größte Vogelpark der Welt. Für viele Besucher zählen die beiden zweimal täglich stattfindenden Flugshows zu den absoluten Highlights. Ein ganz besonderes Trio zieht hier regelmäßig die Blicke der Zuschauer auf sich. Wenn der Tiertrainer German Alonso und sein Team den Köder in die Luft schleudern und sich gleich drei Greifvögel darauf stürzen, hält die Menge den Atem an.

„Unsere drei erwachsenen Wüstenbussarde sind bereits ausgebildete Vögel, die hier in der Flugshow ihr natürliches Jagdverhalten zeigen. Der Wüstenbussard jagt in der Gruppe, kann so etwa Beutevögel aus einem Schwarm treiben oder schnelleren Vögeln den Weg abschneiden. Dieses Sozialverhalten ist in der Vogelwelt einzigartig und bedarf Koordinations- und Kommunikationsfähigkeit. Für einen Tiertrainer ist das unglaublich faszinierend“, freut sich German Alonso. „Der Wüstenbussard-Nachwuchs ist jetzt rund eineinhalb Monate alt und damit noch zu jung für die Ausbildung. Unser Ziel ist es jedoch, dass alle vier Jungtiere später in der Flugshow eingesetzt werden können.“

Das soll demnächst der Fall sein. Statt Wüstensand und Steppengras blickt der Wüstenbussard dann bei seiner Gruppenjagd auf das saftiggrüne Gras der Flugshowwiese in der Südheide und hat doch wohl nur Augen für das in die Luft geworfene Federspiel der Tiertrainer.

Quelle: PM Weltvogelpark Walsrode

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