Waldhunde sind die neuen Stars im Zoo Landau

Waldhund – Foto: Zoo Landau

Nachdem man den Luchskater Elliot abgegeben hatte, stand die ehemalige Jaguaranlage im Zoo Landau an der großen Zoowiese leer. Doch nun ist wieder Leben eingekehrt. Das Waldhundgeschwisterpärchen Aruma und Japura machen seit Juli das Gehege unsicher. Die südamerikanischen Raubtiere wurden 2012 im Tierpark Berlin geboren und haben sich mittlerweile gut eingelebt, so dass sie von den Besuchern bei ihren Erkundungsläufen in ihrem neunen Revier gut beobachtet werden können. Und bald sollen die zwei noch einen weiteren Mitbewohner erhalten, da im Zoo Mulhouse in Frankreich ein Rüde darauf wartet in den Zoo Landau umzuziehen.
Info Waldhund:
Waldhunde bewohnen Tieflandwälder, Feuchtgebiete und halbtrockenen Savannen in Südamerika nordöstlich der Anden. Der ungewöhnliche Körperbau, der kleinen Wildhundart ist eine Anpassung an die Lebensweise als „Buschschlüpfer“, der sich durch das Dickicht hindurchwindet und auch in Bauten von Beutetieren eindringt. Waldhunde erbeuten im Rudel große Beutetiere wie Wasserschweine, Hirsche oder Pacas, aber auch kleinere Tiere stehen auf dem Speisezettel. Das Überwältigen von Beutetieren, die größer sind als sie selbst, erlaubt nur ein hervorragend koordiniertes Zusammenspiel des Rudels bei der Jagd. Als gute Schwimmer und Taucher halten sich Waldhunde in der Regel in Wassernähe, meist kleinen Flüssen, auf. Häufig wird Beute im Wasser überwältigt. Waldhunde haben Schwimmhäute zwischen den Zehen, die zum Einen das Schwimmen effizienter machen und zum Anderen die Fortbewegung auf sumpfigem Untergrund erleichtern. Waldhunde sind wahrscheinlich die geselligsten Wildhunde Südamerikas. Ein Rudel besteht meistens aus 2-6 Tieren. Sie kommunizieren über Duftmarken, im Rudel aber auch über ein großes Repertoire an Lauten, das von Bellen, Knurren und Grollen bis zu einer Vielzahl von Kreisch-, Winsel- und Pfeiflauten reicht.

M.Schmid/zoogast.de