Waldrentiere: eine neue Tierart im Opel-Zoo

Foto: Archiv Opel Zoo

Foto: Archiv Opel Zoo

Seit dieser Woche gibt es mit Waldrentieren eine neue Tierart im Opel-Zoo.

Das Ren oder Rentier (Rangifer tarandus) ist eine Art aus der Familie der Hirsche, aber eine ganz besondere. Es ist die einzige Hirschart, bei der auch die weiblichen Tiere Geweihe tragen und die einzige, die domestiziert, also zum Haustier wurde.

Der Opel-Zoo pflegt eine Wildform, das Europäische Waldren (Rangifer tarandus fennicus). Es wird etwa 15 cm an der Schulter größer als das bekanntere Rentier und kann bis zu 200 kg schwer werden. Die längeren Beine sind eine Anpassung an das Leben in der baumbestandenen Taiga. Hier ist die Schneedecke höher und weicher als in der baumlosen Tundra und die langbeinigen Waldrentiere können so besser laufen und auch ihren Feinden leichter entkommen.

Das Waldren ist ein anspruchsvoller Pflegling, der zwar auch Gras frisst, aber gerade im Winter auf Flechten, Moose und Pilze angewiesen ist.

Weltweit ist das Rentier nicht gefährdet, dagegen gibt es von der Unterart des Waldrentiers in Skandinavien nur etwa 2200 Tiere. Deshalb wird seine Zucht europaweit in einem Europäischen Zuchtbuch (ESB) innerhalb der zoologischen Gärten überwacht, eine Aufgabe, die der Zoo Norden´s Ark in Schweden übernommen hat. Neben dem Opel – Zoo zeigen nur noch zwei Zoos in Deutschland Waldrentiere.
Die Herde im Opel – Zoo stammt aus den Zoos von Riga, Lettland, und Bern in der Schweiz und besteht nur aus männlichen Tieren, die als Reservepopulation für die Zuchtgruppen innerhalb des Programms gehalten werden und bei Bedarf an die züchtenden Zoos abgegeben werden.

Die Waldrentiere haben an der Südseite des Opel-Zoo in den ehemaligen Elchgehegen ihr neues Zuhause gefunden. Hier ist es schattig und kühler als auf der Nordseite. Das kommt ihnen entgegen, da sie an kaltes Klima angepasst sind und im Winterfell mühelos -40° C vertragen.

Quelle: PM Opel Zoo