Weißkopf-Seeadlerküken im Neunkircher Zoo

Weißkopf-Seeadlerküken - Foto: Neunkircher Zoo

Weißkopf-Seeadlerküken – Foto: Neunkircher Zoo

Wappenvogel der USA im Kleinformat
Weißkopf-Seeadlerküken in der Ökopädagogischen Falknerei im Neunkircher Zoo

In der Ökopädagogischen Falknerei im Neunkircher Zoo gibt es aktuell wieder ein Weißkopf-Seeadlerküken. Der Jungvogel ist erst am 13. April 2014 mit einem Leichtgewicht von nur 88,5 Gramm aus dem 38 Tage künstlich bebrüteten Ei geschlüpft. An Ostersonntag brachte er sogar schon ein Gewicht von 267 Gramm auf die Waage und ist ab sofort in einem naturnahen Nest in der Nähe der Falknereischänke zu beobachten. Ersatzvater für das Küken ist der Leiter der Falknerei und langjährige Greifvogel- und Eulenexperte Theo Omlor. Er hat mit seinem Team alle Vögel der Falknerei ohne Hilfe der gefiederten Eltern auf bewährte Art und Weise groß gezogen.
Die Weißkopf-Seeadler gehören zu großen Greifvögeln aus der Gattung der Seeadler und stammen ursprünglich aus Teilen Nordamerikas. Dort bewohnt dieser Vogel Gebiete an Flüssen, Seen oder der Küste. Im ausgewachsenen Zustand erreichen die Weibchen eine Körpergröße bis zu 90 cm; ein Gewicht von bis zu 6 kg und eine Flügelspannweite von 2,20 m, männliche Tiere bleiben etwas kleiner. Mehrere jugendliche Geschwister des Kükens leben schon in der Falknerei. Sie ernähren sich in der Natur überwiegend von Fischen und Wassergeflügel, von Säugetieren eher seltener. Greifvogelküken wachsen sehr schnell und haben innerhalb weniger Wochen die Größe der erwachsenen Vögel erreicht. Aber erst in einigen Jahren als erwachsener und geschlechtsreifer Vogel ist das so typische Gefieder mit weißem Kopf, Hals und Schwanz und den restlichen Federn in schwarzbraun, sowie der Schnabel und die Fänge in leuchtendem Gelb richtig zu erkennen. Der Weißkopf-Seeadler ist der Wappenvogel der U.S.A. und auf deren Siegel zu sehen. Er wurde aber trotzdem durch Bejagung und den Einsatz von aggressiven Insektengiften Mitte des letzten Jahrhunderts fast ausgerottet. Durch den besonderen Schutz ab den siebziger Jahren hat sich die Anzahl der Vögel in den letzten Jahren aber wieder gesteigert.

„Greifvogelküken kann man in den ersten Wochen der Aufzucht förmlich beim rasanten Wachsen zusehen.“, so der Seeadlerziehvater Theo Omlor.

Quelle: PM Neunkircher Zoo