Weitere seltene Tierart im Neunkircher Zoo: Fidschi-Leguane

Männlicher Fidschi-Leguan - Foto Ch.Andres/Neunkircher Zoo

Männlicher Fidschi-Leguan – Foto Ch.Andres/Neunkircher Zoo

Gebänderte Juwelen unter den Reptilien
Fidschi-Leguane als neue weitere seltene Tierart im Neunkircher Zoo

Ein frei gewordenes Großterrarium in der Kleinen Tropenhalle im Affenhaus konnte kürzlich für eine optisch besonders attraktive neue Reptilienart umgestaltet werden. So erhielt der Neunkircher Zoo ein Paar Fidschi-Leguane über das befreundete Reptilium Terrarien- und Wüstenzoo Landau als Zuchtleihgabe im Rahmen des Europäischen Zuchtbuches (ESB). Im Tiergarten Wien-Schönbrunn wir dieses Zuchtbuch vom Zoologen Anton Weissenbacher geführt und dort ist auch das weibliche Tier vor einigen Jahren aus dem Ei geschlüpft. Es lässt sich durch seine einheitlich überwiegend grasgrüne Färbung gut vom türkis gebändert gefärbten Männchen unterscheiden. Typisch für beide Geschlechter sind die roten Augen und die gelb umrandeten Nasenlöcher. Diese Baumbewohner leben endemisch, d.h. es gibt sie nur in den Regenwäldern auf den Inselgruppen Fidschi, Tonga und den neuen Hebriden. Die nächsten Leguanverwandten leben erst im 8000 km entfernten Südamerika und es gibt verschiedene Theorien wie diese Echsen auf die genannten südpazifischen Inseln gelangt sind. Stark gefährdet sind sie durch die Zerstörung der Lebensräume und Einschleppen von Ratten und Katzen, die eine große Gefahr für die Jungtiere und Eier, aber auch die erwachsenen Tiere, bedeuten. In Zoos ist die Haltung immer noch selten, der Neunkircher Zoo gehört zu einer von nur sieben zoologischen Haltungen in Deutschland. Die Hoffnungen sind groß, dass auch die erfolgreiche Nachzucht gelingen wird. Diese bis 75 cm langen Echsen können ihre Farbe verändern; die grüne Färbung wird bei Erregung dunkler. Sie ernähren sich überwiegend von Früchten und Kräutern; Insekten erhalten sie nur selten.

Quelle: PM Neunkircher Zoo