Weltkatzentag: „Team Tiger Köln“ von WWF und Zoo braucht noch Unterstützer

Foto: Simon Pannock

Über acht Millionen Hauskatzen gibt es Schätzungen zufolge allein in Deutschland. Um deren wildlebenden Verwandten ist es weit weniger gut bestellt. Anlässlich des Weltkatzentags am 8. August warnen die Naturschutzorganisation WWF und der Kölner Zoo vor der prekären Situation der letzten Amur-Tiger. Laut WWF zählen Katzen zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen überhaupt. Als besonders kritisch bewertet der WWF die Lage des Tigers, der größten Katzenart. Rund 100.000 freilebende Tiger lebten noch Anfang des 20. Jahrhunderts. Derzeit sind es rund 3.890 Exemplare.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass diese majestätischen Tiere von unserem Planeten verschwinden“, bekräftigt Prof. Theo B. Pagel, Direktor des Kölner Zoos. „Moderne Zoos als Archen der Vielfalt müssen die Chance nutzen, über den emotionalen Kontakt zum Tier auch für Artenschutz zu sensibilisieren.“ Der WWF und der Kölner Zoo haben daher vor einem Jahr das Gemeinschaftsprojekt „Team Tiger Köln“ ins Lebens gerufen. Die Artenschutzkooperation soll sowohl den Amur-Tigern in freier Wildbahn als auch ihren Artgenossen im Kölner Zoo zugutekommen. Während der WWF vor Ort in Russland Schutzprojekte betreibt, sind deren Artgenossen im Kölner Zoo wichtige Botschafter, um das Bewusstsein der Menschen für Arten- und Naturschutz zu schärfen.

„Eine Mitgliedschaft im `Team Tiger Köln` ist eine tolle Möglichkeit für Katzenfreunde, den bedrohten Tieren zu helfen“, so Tania Roach, Mitglied der Geschäftsleitung beim WWF Deutschland. Mit 15 Euro im Monat können Mitglieder des „Team Tiger Köln“ einerseits dem Zoo bei der Erweiterung und Modernisierung der Amur-Tiger-Anlage helfen und zugleich den WWF unterstützen, den Lebensraum der stark gefährdeten Katzen im russischen Fernen Osten und im Norden Chinas zu erhalten und die Wilderei zu bekämpfen. Von dort kamen in den vergangenen Jahren immerhin optimistisch stimmende Erfolge: Der Bestand der bedrohten Großkatzen in der Amur-Region ist auf rund 550 Tiere gewachsen.

Auch aus Köln gibt es gute Nachrichten: Die umfangreichen Planungen der Biologen und Architekten für die Optimierung der Tigeranlage gehen in die finale Phase. Die Anlage soll schon bald komplett umgestaltet werden. Was wie schnell umsetzbar ist, hängt davon ab, wie viele Mitglieder sich im „Team Tiger Köln“ engagieren. Derzeit hat das Team 600 Mitglieder.

Mitglieder werden nicht nur zur Eröffnungsfeier des neuen Geheges eingeladen – sie erhalten u.a. Berichte über den Fortschritt der Tigerschutz-Maßnahmen, regelmäßig sowohl das Kölner Zoo- als auch das WWF-Magazin per Post und werden darüber hinaus mit dem Eintrag Ihres Namens auf einer Tafel an der Tiger-Anlage verewigt.

Quelle: PM Kölner Zoo

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