Weltvogelpark Walsrode erneut unter den zehn artenreichsten Tierparks der Welt

Riesentukane - Nachwuchs. Foto: Weltvogelpark Walsrode

Riesentukane – Nachwuchs. Foto: Weltvogelpark Walsrode

Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten ist der Weltvogelpark Walsrode nicht nur der größte Vogelpark der Welt, sondern er gehört auch zu den zehn international artenreichsten Tierparks. Lustige Pinguine, filigrane Kolibris, selbstbewusste Papageien oder kraftvolle Greifvögel – im Weltvogelpark Walsrode findet jeder Besucher seinen gefiederten Liebling. Dabei sind Schutz und Nachzucht bedrohter Vogelarten ein Hauptanliegen der Biologen und Tierpfleger des Weltvogelparks. So gelingen nicht nur inmitten der Lüneburger Heide europa- und weltweit einmalige Zuchterfolge, sondern über die Weltvogelparkstiftung auch Schutzprojekte auf vielen verschiedenen Kontinenten wie zum Beispiel Südamerika, Afrika oder Asien.

Seit dem Jahr 2000 wird jährlich mit dem Internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai daran erinnert, wie wichtig eine Vielzahl von verschiedenen Tieren und Pflanzen ist, um das biologische Gleichgewicht zu erhalten. Seit 1970 sind rund ein Drittel aller Arten komplett verschwunden – aufgrund von Umweltverschmutzung, Klimaveränderung, Übernutzung oder Vernichtung von Lebensräumen (Quelle: Living Planet Index WWF, 2008). „Weltweit sind auch immer mehr Vögel bedroht. Mit unserem Engagement sorgen wir dafür, dass direkt vor Ort, in den Herkunftsländern, Schutzmaßnahmen greifen. So bilden wir nicht nur hier in der Lüneburger Heide ausländische Biologen und Tierschützer weiter, die dann erfolgreich in ihren Ländern verschiedenen Projekte leiten, sondern wir werden auch selbst in unterschiedlichen Ländern aktiv“, so Geer Scheres, Geschäftsführer des Weltvogelparks.

Die Weltvogelpark Stiftung arbeitet dafür eng mit ihrer Schwester-Stiftung CRAX International zusammen, die ebenfalls von Geer Scheres geleitet wird. „Ein gutes Beispiel, wie eng die unterschiedlichen Arten voneinander abhängig sind, geben etwa die Kolibris. In vielen Ländern Lateinamerikas gibt es immer weniger Kolibris. Lange Zeit hat man gerätselt, woran das liegt. Bis man herausgefunden hat, dass eine der Proteinquellen der Kolibris, kleine Fruchtfliegen, mittlerweile so stark durch Pestizide belastet sind, dass sich die Kolibris immer weniger vermehren. Das wiederum hat Einfluss auf das Pflanzenwachstum, da die Kolibris auch eine Rolle bei der Bestäubung spielen. Ein Kreislauf, der zusammenbricht, wenn nur ein Baustein wegfällt“, so Scheres.

Nur wer die Natur kennt, wird sie auch schützen!

Dank der durch Spendengelder finanzierten Stiftungsarbeit gelang es unter anderem den in der freien Natur bereits ausgestorbenen Rotschnabelhokko aus Brasilien nachzuzüchten und auszuwildern. Weitere Beispiele für erfolgreiche Schutzprojekte außerhalb des Weltvogelparks sind etwa Kagus aus Neukaledonien, Hornguane aus Nordguatemala und Südmexiko oder Dickschnabelreiher aus Südmexiko. Allerdings kümmert sich das Weltvogelpark-Team durchaus auch um die heimische Vogelwelt, wie etwa um die Wiederansiedlung der in Niedersachsen bereits ausgestorbenen Moorente. „Bei uns im Weltvogelpark leben zur Zeit rund 550 Vögel aus mehr als 80 bedrohten Arten. Wir bringen die Welt der Vögel mit der Welt des Menschen zusammen und sorgen damit für eine Sensibilisierung auch in Sachen Artenschutz. Nur wer die Natur kennt, wird sie auch schützen“, verrät Scheres abschließend.

Quelle: PM Weltvogelpark Walsrode