Weltvogelpark Walsrode: Trompetervögel haben Nachwuchs

Graurücken-Trompetervogel im Raritätenzoo Ebbs 2011 - Foto: M.Schmid/zoogast.de

(Archiv) Graurücken-Trompetervogel im Raritätenzoo Ebbs  – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Mit den Graurücken-Trompetervögeln ist dem Weltvogelpark Walsrode wieder ein sensationeller Bruterfolg gelungen. Im April erblickte das erste von nun zehn Jungtieren das Licht der Welt und begeistert nun mit seiner kräftigen Stimme – denn wenn es im Weltvogelpark Walsrode laut wird, sind die Trompetervögel wieder unterwegs. Ihr Name ist von den Lauten abgeleitet, die sie von sich geben. Doch wozu dienen die trompetenden Töne? Und warum führen die intelligenten Vögel lustige Tänze auf? Im Weltvogelpark finden Groß und Klein die Antworten zu den langbeinigen Tierchen und dem putzigen Nachwuchs.

Im Weltvogelpark Walsrode gibt es nicht nur viel zu sehen, sondern momentan auch viel zu hören. Die Graurücken-Trompetervogelbabys quieken freudig hinter den Kulissen und bereiten sich auf ihren großen Auftritt vor den Besuchern vor. Der Trompetervogel gehört zu den Kranichvögeln und ist ein typischer Regenwaldvogel, der aus dem Amazonas kommt. Dort gibt es drei verschiedene Arten mit spezifischen Farbdetails im Gefieder. Neben dem Graurücken-Trompetervogel hält der Weltvogelpark auch den Weißrücken-Trompetervogel. Der Graurücken-Trompetervogel hat, neben dem überwiegend schwarzen Gefieder, einen grauen Rücken mit blauschillerndem Brustgefieder. Doch die Männchen beeindrucken ihre Weibchen auf eine ganz andere Art: Mit einem kunstvollen Balztanz imponieren sie ihrer Auserwählten und führen dabei verschiedenste Luftsprünge vor. Die Paarungszeit erstreckt sich von Dez ember bis Juni, bevor das Weibchen seine Eier etwa einen Monat lang ausbrütet.

Die tagaktiven Trompetervögel sind ständig auf der Nahrungssuche und suchen gemeinsam in kleinen Gruppen den Boden ab. Auf dem Speiseplan stehen neben Samen, Grünzeug und Früchten auch Insekten, Kriechtiere und Mäuse. So erreichen sie bei einer Größe von rund 50 Zentimetern ein Gewicht von etwa 1,5 Kilogramm. Die Leichtgewichte sind schnelle Läufer und fliegen nur bei Gefahr auf Bäume, um sich zu schützen. Wegen dieses ausgeprägten Beschützerinstinkts werden sie in ihrer Heimat, dem Amazonas, von Indianerstämmen als Haustiere gehalten: Indianer stehlen die Eier der Trompetervögel aus dem Nest und lassen sie im Dorf von ihren Hühnern ausbrüten. Der Direktor des Weltvogelparks, Geer Scheres, konnte im Amazonas selbst beobachten, wie schnell sich die geschlüpften Jungtiere an den Menschen gewöhnen und zahm werden: „Die jungen Vögel wachsen gemeinsam mit den Dorfkindern auf und s ind sehr verspielt“, erzählt er begeistert. Er ergänzt: „Trompetervögel sind Gruppenvögel. Sie bleiben immer nah beim Menschen und sobald Gefahr droht, machen sie durch laute Rufe auf sich aufmerksam. Es ist faszinierend zu sehen, wie die hochintelligenten Vögel so die Kinder der Dorfbewohner beim Spielen vor Schlangen und Skorpionen schützen. Sie sind Aufpasser beziehungsweise Kindermädchen der Indianerkinder.“ Geer Scheres freut sich besonders über den putzmunteren Nachwuchs im Park und versichert freudestrahlend: „Der Graurücken-Trompetervogel findet bei uns im Park den perfekten Platz und die richtige Behütung für sich und seinen Nachwuchs. Unser Ziel ist es, weiterhin ein Wohlfühlparadies für Vögel und ein Erlebnisparadies für unsere Besucher zu sein.“

Quelle: PM Vogelpark Walsrode