Wieder Pelikane im Tiergarten Schönbrunn

Foto: Tiergarten Schönbrunn / Daniel Zupanc

In den Tiergarten Schönbrunn sind wieder Krauskopfpelikane eingezogen. Vor eineinhalb Jahren musste der Wiener Zoo seine Pelikan-Gruppe leider wegen der Erkrankung an Vogelgrippe einschläfern. In Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sind nun vier Tiere in den Tiergarten übersiedelt. „Die vier Pelikane, ein Männchen und drei Weibchen, sind Nachzuchten aus dem Zoo Berlin. Als die Vögel auf die Anlage gekommen sind, sind sie direkt zum Teich gegangen und gleich neugierig ein paar Runden geschwommen. Sichtlich haben sie sich sofort in ihrem neuen Zuhause wohlgefühlt“, so Zoologin Simone Haderthauer. „Wir werden später noch weitere Tiere bekommen und in Zukunft hoffentlich auch wieder züchten. Früher hatten wir eine der größten Krauskopfpelikan-Kolonien in Zoos.“

Der Krauskopfpelikan ist mit einer Flügelspannweite von rund drei Metern die größte Pelikanart. Er zählt zu den bedrohten Tierarten. Hauptursachen dafür sind die Jagd und der Verlust des Lebensraumes. Allerdings gibt es positive Nachrichten von der Weltnaturschutzorganisation (IUCN). Haderthauer: „Durch umfassende Schutzbemühungen hat sich der Bestand der Krauskopfpelikane in Europa vergrößert. Eine große Kolonie mit rund 450 Brutpaaren ist im Donaudelta zu finden.“ Ihren Namen verdanken die Krauskopfpelikane den langen, gekräuselten Federn am Kopf. Sie ernähren sich von Fischen und erbeuten mit ihrem mächtigen Schnabel ein bis zwei Kilogramm pro Tag. Ihr stark dehnbarer Hautsack am Unterschnabel dient dabei als eine Art „Kescher“.

Quelle: PM Tiergarten Schönbrunn