Wildpark Lüneburger Heide: Drei Schneeleoparden-Babys auf einen Streich

Archivbild – Foto: Wildpark Lüneburger Heide

Große Freude im Wildpark Lüneburger Heide in Hanstedt-Nindorf: Schneeleoparden-Katze „Aziza“ hat gleich drei gesunde und muntere Mädchen zur Welt gebracht. Nach 2015 ist es das zweite Mal, dass „Aziza“ und Kater „Anan“ Nachwuchs haben. Die drei Babys wurden am 6. Mai in ihrer Bruthöhle geboren und haben sich dank der guten Pflege ihrer Mutter prächtig entwickelt. Nach einem Monat haben sie bereits ein Gewicht von rund 2000 Gramm erreicht und wiegen damit etwa dreimal so viel wie bei der Geburt. „Das ganze Wildpark-Team ist glücklich und stolz darauf, dass wir drei gesunde Katzen präsentieren können. Schneeleoparden sind sehr seltene Tiere und gehören zu den stark gefährdeten Rassen. Umso erfreulicher ist es, dass uns jetzt wieder die Nachzucht gelungen ist“, freut sich Wildpark-Chef Alexander Tietz. Die Haltung der seltenen Großkatzenart in Nindorf ist eine Erfolgsgeschichte. Ende der 90er Jahre sind die ersten Schneeleoparden im Wildpark Lüneburger Heide eingezogen, fünf Mal gab es bisher Nachwuchs. Eine Nachzucht – „Leon“, ein Sohn von „Ghurl“ – hat es sogar bis in den Zoo von Sydney in Australien geschafft.

Auch für Tierpfleger Jens Pradel ist der Nachwuchs die pure Freude: „Es ist schon sehr viele Jahre her, dass Schneeleoparden-Drillinge bei uns im Wildpark zur Welt gekommen sind. Das ist schon eine kleine Sensation“, sagt Pradel. Mutter „Aziza“ und Vater „Anan“ waren Ende 2013 im Alter von rund 18 Monaten aus den Zoos Karlsruhe und Wuppertal in den Wildpark gekommen. Während „Anan“ eher zurückhaltend ist und sich nur vorsichtig, fast ängstlich an die abgetrennte Kinderstube heran traut, ist „Aziza“ eine liebevolle und fürsorgliche Mutter für ihre kleinen Mädchen. Die drei werden bis zum Alter von etwa 12 Wochen gesäugt, bevor die Umstellung auf feste Nahrung komplett erfolgt ist.

„Die Kleinen wachsen sehr schnell und brauchen viel Energie – das ist auch für Aziza sehr kräftezehrend. Deshalb bekommt sie jetzt immer eine Extraration frische Nahrung, damit sie bei Kräften bleibt“, erklärt Jens Pradel, der mehrmals am Tag bei den Schneeleoparden nach dem Rechten sieht und auch abends, vor Einbruch der Dunkelheit immer nochmal einen Blick auf den Monitor der Überwachungskamera wirft, die jede Bewegung in der Kinderstube festhält. Das stört „Aziza“ nicht. Sie ist weder scheu, noch ängstlich gegenüber dem Tierpfleger. Ganz im Gegenteil: Pradel genießt bei der eleganten Großkatzen-Dame tiefes Vertrauen, kann sie durch die Gitterstäbe hindurch mit kleinen Fleischhäppchen aus der Hand füttern. Ein Grund für dieses Vertrauen liegt in der Kindheit der Schneeleoparden-Dame. Ihre Mutter verstarb, als „Aziza“ sechs Wochen alt war. „Die Pfleger in Wuppertal hatten sich damals dazu entschieden, Aziza nicht mit der Hand aufzuziehen, sondern sie in ihrem Käfig zu lassen und durchs Gitter zu füttern. So konnte sie überleben, gewöhnte sich aber nicht zu sehr an den Menschen“, erzählt Pradel. „Aziza“ schaffte es und der vertrauensvolle Umgang mit den Pflegern ist geblieben.

Wenn sich die drei Babys weiter so toll weiter entwickeln, können sie Ende Juni bereits auf die Anlage entlassen werden. Bis dahin können die Wildpark-Besucher den flauschigen Nachwuchs auf einem Monitor beobachten, der ein Live-Bild direkt aus der Schneeleoparden-Kinderstube überträgt.

Quelle: PM Wildpark Lüneburger Heide

Schreibe einen Kommentar