Wildpark Lüneburger Heide: Eis und Schnee macht den Tieren nichts aus

Foto: Wildpark/Thomas

Der Nikolaus hat ihn gebracht, den ersten Schnee, und mit ihm auch die ersten frostigen
Temperaturen dieses Winters. Auch den Wildpark Lüneburger Heide und seine tierischen Bewohner
hat der Winter fest im Griff. Im Gegensatz zu den Menschen, die sich nach einem ausgedehnten
Winterspaziergang durch den Park ins Warme zurückziehen, die kalten Hände mit einem heißen
Kakao oder Punsch und die Füße an der warmen Heizung aufwärmen, haben die Wildpark-Tiere ihr
dickes Winterfell, um sich gegen die Kälte zu wappnen. Tiere wie Schneeleopard, Polarfuchs oder
sibirischer Tiger, die in ihren natürlichen Lebensräumen extremen Wintertemperaturen ausgesetzt
sind, haben ein besonders dichtes Fell – ihnen können auch Temperaturen bis unter -30 Grad Celsius
nichts anhaben. Natürlich haben auch die Braunbären ein „dickes Fell“, aber ihre
Überwinterungsstrategie ist eine andere – sie halten Winterruhe. Frei lebende Bären finden in den
kalten Monaten nicht genügend Nahrung. Sie fressen sich im Sommer einen Fett-Vorrat an, ziehen
sich zwischen Oktober und Dezember in Höhlen oder Felsspalten zurück und nehmen bis zum
Frühling keine Nahrung auf. Bei den Wildpark-Bären „Susi“ und „Teddy“ fällt die Winterruhe zwar
weniger stark ausgeprägt aus, ihr Verhalten ähnelt den frei lebenden Artgenossen aber deutlich. In
der kalten Jahreszeit sind sie ruhiger und verschlafener als sonst und fressen auch viel weniger.
Andere Tiere, wie zum Beispiel die Waschbären, ziehen es vor, sich gegenseitig Körperwärme zu
spenden – dann kann es in der Familien-Baumhöhle schon mal eng werden! Die meisten unserer
Waldbewohner wie Muffel-, Dam- und Rotwild oder auch die Wildschweine sind winteraktive Tiere. Ihr
Verhalten ändert sich während der kalten Monate kaum.
Es gibt im Wildpark aber noch eine Spezies, für die der Winter eine deutliche Umstellung bedeutet: die
fleißigen Tierpfleger. Ob Sturm, Schneetreiben oder strenger Frost – sie sind bei jedem Wetter und
jeden Tag draußen unterwegs, um bei ihren Schützlingen nach dem Rechten zu sehen, sie mit Futter
zu versorgen, die Wassertränken eisfrei zu halten, die Gehege zu reinigen und die Wege für von
Schnee und Eis zu befreien. Somit steht einer reizvollen Entdeckungstour durch den winterlichen
Wildpark Lüneburger Heide nichts mehr im Wege, denn der Park hat das ganze Jahr über geöffnet.

Quelle: PM Wildpark Lüneburger Heide