Wilhelma: Babyboom auf der Felsenanlage

Foto: Wilhelma/Franziska Kraufmann

Auf der Felsenanlage in der Wilhelma ist immer etwas los und es gibt zu jeder Jahreszeit fast eine Garantie, dass Jungtiere zu sehen sind: Aktuell bringen vier Jungtiere bei den Dscheladas Leben in die Afrika-Landschaft und halten ihre Mütter auf Trab. Mit den im August und September
geborenen Jungtieren umfasst die Dschelada-Gruppe nun insgesamt 35 Tiere.

Die Afrika-Landschaft teilen sich die Affen, welche auch Blutbrustpaviane genannt werden, mit Mähnenspringern und Klippschliefern. In der Natur leben die Paviane im Hochland von Äthiopien weit oben in Lagen von 1800 bis 4400 Metern über dem Meer und ernähren sich fast ausschließlich von Gras. Auf der Roten Liste stehen sie bislang weiter hinten, weil ihr Bestand noch auf 200.000 Tiere geschätzt wird. Jedoch nehmen die Wildbestände seit den 1970er Jahren erkennbar ab – unter anderem, weil die Region am Horn von Afrika immer wieder von Dürre heimgesucht wird. Außerdem konkurrieren sie mit immer mehr Haustierherden um das Gas.

Die kühlen Temperaturen machen den Dscheladas nichts aus. Sie sind solche aus ihrem natürlichen Lebensraum durchaus gewohnt. Ihr langes, dichtes Fell schützt sie. Ansonsten kuscheln sie sich bei Kälte gerne in Gruppen zusammen. Dabei werden die Jungtiere von den Weibchen an der Brust gewärmt.

Blutbrustpaviane leben in Harems, die von einem dominanten Männchen angeführt werden. Aktuell sind Harry und Hope die beiden starken Männer auf der Anlage. Sie kamen 2013 aus dem Zoo Zürich nach Stuttgart und sorgen hier seitdem für regelmäßigen Nachwuchs.

Quelle: PM Wilhelma

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