Wilhelma: Doppeltes Mutterglück bei den Gorillas

Foto: Wilhelma

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Ein solcher Jahreswechsel hat Seltenheitswert: Nachdem Gorillafrau Tuana an Weihnachten ihr erstes Kind zur Welt gebracht hatte, wurde am Dreikönigstag ein weiteres Gorillababy in Stuttgarts zoologisch-botanischem Garten geboren. Diesmal ist die 28-jährige Kolo Mutter geworden. Sie hat bereits zwei Söhne. Einer von ihnen, der fünfjährige Kimbali, lebt noch mit in der Familie rund um Silberrücken Kibo.
Um kurz vor acht Uhr morgens war Tierpfleger Maik Denli noch an den Rückzugsgehegen vorbeigelaufen, in denen die Gorillas sich aufhalten, während die Hauptgehege gereinigt werden. Dort saßen auch Kolo und Kimbali. Als der Pfleger nur zehn Minuten später zurückkam, um wie jeden Morgen am Gitter den Frühstückstee zu reichen, traute er seinen Augen kaum, denn Kolo hielt ihr soeben geborenes Baby bereits im Arm.

Ungewöhnlich früh ist bekannt, welches Geschlecht die Jungtiere haben. Gorillamütter halten ihre Neugeborenen normalerweise Bauch an Bauch mit einer Hand fest an sich gedrückt, so dass sich das Rätselraten auch für die Pfleger im täglichen Umgang über Wochen hinziehen kann. Unter den Stammbesuchern des neuen Menschenaffenhauses sind aber einige Hobby-Fotografen, denen mit Glück und vor allem Geduld immer wieder schöne Aufnahmen gelingen. Sie sind dann auf den Informationstafeln im Affenhaus, in Zeitungsartikeln oder auf der Internetseite der Wilhelma zu bewundern. Zwei dieser „Paparazzi“ drückten genau im richtigen Moment ab, als die Mütter ihre Kinder gerade „umbetteten“. Die Fotos gaben es preis: Tuana und Kolo haben Söhne geboren!

Bis die beiden Buben so selbstständig sind, dass ihre Mütter sie miteinander spielen lassen, werden allerdings noch einige Monate vergehen. Bis dahin sorgen die anderen sieben Gorillakinder für Leben in der Bude: Kimbali und seine Schwestern Mawenzi und Milele sowie ihre vier Artgenossen aus anderen Zoos im Gorilla-Kindergarten gleich nebenan.

Quelle: PM Wilhelma