Wilhelma: Eisbären-Zusammenführung im 2. Anlauf erfolgreich

Corinna und Yoghi - Foto: Wilhelma

Corinna und Yoghi – Foto: Wilhelma

Eisbären-Zusammenführung im 2. Anlauf erfolgreich:
Corinna und Yoghi sind jetzt auf der Anlage vereint

Es hat ein wenig gedauert, aber schließlich haben die Hormone gesiegt und bei Eisbär Yoghi aus München und Eisbärin Corinna bahnt sich ein „Happy End“ an: Seit gestern teilen sich die beiden Fels und Wasserbecken und auch Corinna hat nichts mehr dagegen, mit dem neuen Bärenmann in ihrem Leben auf Tuchfühlung zu gehen. „Happy End“ bedeutet in diesem Fall, dass nun eintrifft, was Wilhelma und Tierpark Hellabrunn beabsichtigt und erhofft hatten: dass beide Eisbären wieder einen Partner auf Zeit haben und auch gemeinsamer Nachwuchs nicht ausgeschlossen ist. Corinna hatte seit dem Tod von Eisbär Anton allein auf der Anlage gelebt und Yoghi war von Giovanna getrennt, seit die Hellabrunner Eisbärin trächtig und Mutter von Zwillingen wurde.

Der erste Anlauf war etwas unglücklich verlaufen: Als Yoghi wenige Tage nach seiner Ankunft Mitte März erstmals zu Corinna gelassen wurde, ging er vor lauter Sehnsucht nach einem Weibchen viel zu stürmisch zur Sache. Das erschreckte die Eisbärin, der solch ein Draufgängertum fremd war. Also wurden die beiden wieder getrennt und hatten nun zwei Wochen Zeit, sich durch das Kontaktgitter anzufreunden. Bald schon lagen die Eisbären die meiste Zeit nahe am Gitter, sie rechts, er links, und ließen sich nicht aus den Augen. Die Nähe von Corinna schien Yoghi zunehmend zu beruhigen, seine anfängliche Aufregung legte sich und er wurde ausgeglichener. Den letztlichen Ausschlag für Tierpfleger und Zoologen, das trennende Gitter zu Wochenbeginn erneut zu öffnen, gab jedoch das Verhalten Corinnas, die nun ebenfalls ein deutliches Interesse an Yoghi zeigte. Und so verlief das zweite Treffen ungleich einvernehmlicher und stressfreier. Auch erste Paarungen wurden bereits beobachtet. Seither bleibt Yoghi die meiste Zeit ganz in Corinnas Nähe. Entfernt sie sich, ruft er sie und folgt ihr, während er mit geöffnetem Maul ihren Geruch tief inhaliert oder den Boden beschnuppert, über den sie kurz davor gelaufen ist. Halten die Tiere Siesta, legen sie sich nah beieinander auf die Felsen und wirken dabei mittlerweile schon recht entspannt. Das Zusammenleben spielt sich also ein. Nach dem vielversprechenden Verlauf des ersten Tages können die Bären nun jedenfalls Tag und Nacht zusammen auf der Anlage bleiben, solange sie sich gut verstehen. Im Herbst jedoch, wenn sich die Eisbären naturgemäß wieder stärker voneinander zurückziehen, wird die Partnerschaft auf Zeit nach aktuellen Plänen wieder enden – und Yoghi in seinen Heimatzoo, den Tierpark Hellabrunn in München, zurückkehren.

Quelle: PM Wilhelma