Wilhelma: Geburtstagsgrüße von Wilbär aus Schweden

Foto: Orsa-Bärenpark / Anders Björklund

Foto: Orsa-Bärenpark / Anders Björklund

Eisbär Wilbär, der als Jungtier 2008 in der Wihelma ein großer Publikumsliebling war, fühlt sich in seiner neuen Heimat in Schweden pudelwohl. Er war am 10. Dezember 2007 in dem Zoologisch-Botanischen Garten Stuttgart zur Welt gekommen und 2009 in den hohen Norden umgezogen. Kurz vor seinem siebten Geburtstag hat die Wilhelma jetzt Grüße aus dem Orsa-Bärenpark, zirka 300 Kilometer nordwestlich von Stockholm, erhalten. Der inzwischen erwachsene Eisbär amüsiert sich in dem Park offensichtlich mächtig, wie die aktuellen Bilder zeigen.
Anders Björklund, der Leiter des Raubtierparks in Grönklitt, hat der Wilhelma eine Fotoserie von Wilbärs neuesten Abenteuern geschickt. Schneekanonen türmen in der „Polar World“, der mit 40.000 Quadratmetern größten Eisbärenanlage der Welt, jedes Jahr einen 15 Meter hohen Schneehügel auf. Wilbär lebt dort mit der Bärin Ewa aus dem Zoo Rotterdam als Gefährtin. Dazu schreibt Björklund: „Die Tiere haben großen Spaß im Schnee. Wilbär ist sehr verspielt. Wenn er von uns etwas zur Beschäftigung bekommt, fängt er gleich an, damit zu spielen. Blaue Bälle mag er besonders. Er hatte schon einmal einen großen blauen Ball mit 60 Zentimetern Durchmesser, den er sehr mochte.“ Doch die Tiere brauchen Abwechslung. „Diesmal haben wir ihm zwei kleinere Bälle gegeben: einen roten und einen blauen. Das hat ihn erst einmal durcheinander gebracht“, berichtet Björklund. „Nach einer Weile hat er sich für den blauen entschieden, ihn aus dem Wasser gefischt, auf den Schneehügel getragen und mit dem Ball herumgetollt … stundenlang.“ Bis er offenbar mit dem Kopf auf dem Ball eingeschlafen ist.
In Stuttgart lässt Wilbärs Mutter Corinna derweil die Besucher und Tierpfleger der Wilhelma weiter im Ungewissen, ob sie nach dem Besuch von Eisbär Yoghi aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn neuen Nachwuchs erwartet oder nicht. Eisbärinnen kann man absolut nicht ansehen, ob sie trächtig sind. Corinna wiegt rund 300 Kilo, da fallen die 500 bis 600 Gramm eines Eisbärbabys überhaupt nicht ins Gewicht. „Auch an ihrem Verhalten können wir noch nichts eindeutig ablesen“, sagt die Kuratorin Ulrike Rademacher. Für den Fall der Fälle haben die Pfleger für Corinna im Innengehege einen Raum als Wurfbox hergerichtet, damit sie sich bei Bedarf jederzeit zurückziehen könnte.

Quelle: PM Wilhelma