Wilhelma: Hilfe für die Gorillaschützer im Virunga-Park

Jeep für Virunga - Foto: Wilhelma

Jeep für Virunga – Foto: Wilhelma

Hilfe für die Gorillaschützer im Virunga-Park:
Ein Geländewagen für die Spürhundstaffel

Seit Anfang 2012 unterstützt die Wilhelma mit Fundraising-Aktionen ein Spürhunde-Projekt – die „Congohounds“ – im Virunga-Park in der demokratischen Republik Kongo, dem ältesten Nationalpark Afrikas und Unesco-Weltnaturerbe. Allein im Jahr 2013 kamen aus Spendenaktionen und dem Handyrecyling-Projekt der Wilhelma rund 20.000 Euro für den Park zusammen. Von diesen konnte sich das Congohound-Team Anfang 2014 erstmals einen Einsatzwagen leisten.

Der neue Gelände-Jeep erweitert den Aktionsradius der Ranger und ihrer eigens ausgebildeten „Congohounds“ deutlich und steigert damit Schnelligkeit und Erfolgschancen beim Schutz der letzten Berggorillas und im Kampf gegen Wilderei und Co. Auf dramatische Weise bestätigte sich vor Kurzem, wie nötig und hilfreich der Geländewagen ist: Denn mit ihm konnten die Leiterin des Congohound-Teams Dr. Marlene Zähner und ihre Ranger dem Leiter des Virunga-Parks Emmanuel de Merode rasch zu Hilfe eilen, als dieser am 15. April auf dem Rückweg aus der Hauptstadt Goma von Unbekannten niedergeschossen worden war. Er überlebte den Anschlag glücklicherweise und befindet sich auf dem Weg der Besserung. Allein in den letzten drei Jahren waren 20 Ranger bei der Verteidigung des Nationalparks getötet worden – im ständigen Kampf gegen Rebellen, Wilderer und die Holzkohlemafia. Als er angeschossen wurde, war Emmanuel de Merode allein unterwegs und kam gerade von einem Treffen mit Regierungsvertretern, bei dem er sich gegen die nun obendrein drohende Zerstörung des Weltnaturerbes durch die geplanten Ölförderungen der Firma Soco International im Park eingesetzt hat.

Am Pfingstsonntag und -montag, dem 8. und 9. Juni 2014, wird Dr. Marlene Zähner bereits zum vierten Mal in der Wilhelmaschule zu Gast sein und in Vorträgen über die ebenso wichtige wie gefährliche Arbeit der Ranger und ihrer Bluthunde berichten. Zeitgleich veranstaltet die Wilhelma eine weitere Fundraising-Aktion für den Gorillaschutz im Menschenaffenhaus. Mit Spendensammlungen durch Kampagnen, Tombolas, Versteigerungen, Aktionstage und das Handyprojekt unterstützt die Wilhelma derzeit etwa acht Artenschutzprojekte weltweit, darunter auch den Schutz von Tigern, Nashörnern, Okapis, Drills, Orang-Utans und Bonobos.

Quelle: PM Wilhelma

1 reply to this post
  1. Finde ich Klasse, das es doch noch so gutherzige Menschen gibt!
    Und genau diese brauchen die Hilfe und Unterstützung.
    Genau deshalb bin ich Mitglied bei WWF !
    Man kann nämlich auch als einzelner kleiner Mensch etwas bewegen…
    Ob es mit einem Blog ist, der Aufmerksam macht, oder eine Spende.
    Jeder kann etwas tun!
    Grüße Bernd