Wilhelma: Kalong-Flughunde ziehen ins Schmetterlingshaus

Indischer Riesenflughund - Foto: Wilhelma

Kalong-Flughund – Foto: Wilhelma

Kalong-Flughunde im Schmetterlingshaus
Abhängen auf hohem Niveau

Kopfüber hängend, verschlafen sie fast den ganzen Tag. Nur wenn es Futter gibt, frisches Obst, dann werden die fünf Kalong-Flughunde, auch Flugfüchse genannt, munter. Sie sind die neusten Bewohner des Schmetterlingshauses der Wilhelma. An den extra für sie aufgestellten Ästen hängend, nur wenige Zentimeter von den Besuchern entfernt, stehlen sie den tropischen Schmetterlingen die Show. Auch wenn sie nicht zu den größten ihrer Gattung zählen, sind die Wilhelma-Flugfüchse eine beeindruckende Erscheinung. Mit einer Körperlänge von ungefähr 30 Zentimetern und einer Flügelspannweite von über einem Meter gehören sie zu den größten, fliegenden Säugetieren der Welt.

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Foto: Wilhelma

Foto: Wilhelma

Ihre Flügel, wie ein Umhang, fest um den Körper geschlungen, hängen die fünf Weibchen der Flugfüchse nebeneinander an ihrem Ast. Hin und wieder wird ein Auge geöffnet, ein Flügel ausgestreckt und ausgiebig gedehnt. Und wenn es Futter gibt, wird sich auch einmal gestritten. Flugfüchse gehören zu den Flughunden und tragen ihren Namen wegen ihres fuchsroten Haarkleids. Ihre Flughäute, die zwischen den verlängerten Fingerknochen aufgespannt sind, sind im Kontrast dazu schwarz gefärbt. Ganz possierlich: Am vergangenen Freitag wurde in der Gruppe ein Jungtier geboren. Das Flugfüchslein ist gut zu sehen, wenn Mutter die Flügel öffnet!

Auch wenn ihr Gebiss durchaus beeindruckende Zähne bereithält, sind die Flugfüchse, wie alle Flughunde, reine Vegetarier. Darum interessieren sie sich auch nicht für ihre schillernden Mitbewohner. Sie orientieren sich abends und in der Nacht mit Hilfe ihrer großen Augen und ihres ausgezeichneten Geruchsinns. So finden sie jede reife Frucht. Deswegen werden sie in ihren Heimatländern oftmals von Obstbauern als Schädlinge verfolgt.

Der Kalong-Flughund stammt aus Südostasien, wo er Kolonien von bis zu 20.000 Individuen bildet. Diese hängen frei in großen Bäumen und verbreiten oft einen großen Lärm. In den Abendstunden machen sich die Tiere zu ihren Nahrungsgebieten auf, die über 50 Kilometer weit entfernt liegen können. Wie alle Fledertiere haben auch Flugfüchse eine relativ hohe Lebenserwartung. Sie können bis zu 30 Jahre alt werden.

Quelle: PM Wilhelma