Wilhelma: Kamelienblüte prämiert

Kamelienblüte - Foto: Wilhelma

Kamelienblüte – Foto: Wilhelma

Kamelienblüte der Wilhelma prämiert
And the winner is: Margaret Davis

Während am vergangenen Wochenende in Los Angeles die Oscars verliehen wurden, stand in Pirna bei Dresden die alljährliche Prämierung der schönsten Kamelienblüte an. In diesem Jahr beteiligte sich die Wilhelma das erste Mal mit insgesamt 26 verschiedenen Sorten an der Deutschen Kamelienblütenschau und belegte prompt den ersten Platz. Mit der Kamelie „Margaret Davis“ holt die Wilhelma sozusagen den Kamelien-Oscar nach Stuttgart. Die Siegerblüte ist derzeit auch in der Wilhelma zu sehen. Noch bis Ende März zeigen hier knapp 150 Kamelienarten und -sorten ihre volle Blütenpracht im Kamelienschauhaus.
Die Kameliensorte Margaret Davis zeichnet sich durch besonders große, zweifarbige Blüten aus. Die cremefarbenen Blütenblätter tragen einen rosaroten Rand. Ursprünglich stammt die Sorte aus Australien, wo sie von Arthur M. Davis gezüchtet und nach seiner Frau benannt hat. Diese hat sich als Garten-Buchautorin und als Gründerin und Vorsitzende des Australischen Gartenvereins (The Garden Clubs of Australia) einen Namen gemacht. In der Wilhelma bereichert die Kameliensorte Margaret Davis seit 1998 die Sammlung und ist alljährlich im Februar und März mit ihren Verwandten im Kamelienschauhaus zu bestaunen.
Die Kameliensammlung ist eine der ältesten und wertvollsten Pflanzensammlungen der Wilhelma und geht auf König Wilhelm zurück. 1845 ließ dieser durch seinen Hofgärtner Johann Baptist Müller aus der Sammlung eines Frankfurter Barons 200 schöne, große Kamelien erwerben und per Schiff nach Cannstatt eskortieren. 25 dieser königlichen Kamelien sind bis heute erhalten, sie müssen also gut über 165 Jahre alt sein! War es früher dem König und seinen Gästen vorbehalten, die wertvollen Gewächse aus Asien mit ihren dunkelgrün glänzenden Blättern und herrlichen Blüten in Weiß, Rot und Rosa zu bewundern, so können heute alle Wilhelma-Besucher die exotische Pracht genießen – von mittlerweile 17 Arten und ungefähr 150 Sorten. Normalerweise ist die Hochblüte der Kamelien in der Wilhelma bereits im Februar zu bestaunen. In diesem Jahr sind sie aber, trotz des warmen Winters, recht spät dran – dafür zeigen sie sich besonders blühfreudig.
So dekorativ Kamelien sind: Als Zimmerpflanzen in zentral geheizten Wohnungen fühlen sich die asiatischen Schönen nicht wohl und sie legen Wert auf perfekte Pflege: Die Erde muss immer gleichmäßig feucht, das Wasser temperiert und enthärtet sein; winters lieben sie es kühl und hell, sommers kühl und schattig. Ideale Bedingungen für ihre Wellness und Blühfreude finden sie in der Wilhelma dank erfahrener Gärtnerinnen und Gärtner sowie kühler Schauhäuser. Und diese stehen im Gegensatz zu Königs Zeiten heute ja allen offen.

Quelle: PM Wilhelma