Wilhelma: Kraniche, Bongos und Totenkopfäffchen zeigen ihren Nachwuchs

Foto: Wilhelma

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In der Wilhelma in Stuttgart werden immer neue Familienbande gesponnen. Elternzeit ist derzeit im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart unter anderem angesagt bei den Totenkopfäffchen, Bongos und Mandschurenkranichen. Doch unterschiedlicher könnte es in den Kinderstuben kaum zugehen. Bei den Kranichen zieht das Elternpaar ein Einzelkind auf. Bei den Affen haben gleich fünf der sechs Weibchen Nachwuchs und helfen sich gegenseitig aus. Und bei den Waldantilopen wachsen nach längerer Babypause zwei Kälbchen heran.

Das Kranichküken ist das jüngste unter ihnen. Erst am vergangenen Sonntag geschlüpft, lässt die flaumige Kugel bisher nur Experten ahnen, dass einmal ein schlanker Schreitvogel mit hohen Beinen und langem Schnabel aus ihr werden wird. Doch das Kind wächst schnell. Das macht regelmäßige Besuche an der Damaszenerhalle interessant. Innerhalb von drei Monaten wird es die Größe seiner Eltern erreichen: rund 1,50 Meter.

Bei den Totenkopfäffchen ist dagegen die Bude ungewöhnlich voll. Mit den fünf Nachzuchten aus diesem Frühjahr und vier Halbstarken, die 2012 bis 2014 geboren wurden, sowie den Eltern (die auch ausgewachsen nur eine Körperlänge von 26 bis 36 Zentimetern erreichen), sehen die Äffchen aus wie Orgelpfeifen. Dass derzeit 16 von ihnen durcheinander turnen, ist schon ungewöhnlich. Meist wird das Zuchtmännchen von den Weibchen nach einiger Zeit aus der Gruppe verjagt. In der Wilhelma versteht sich die Sippe dagegen ausgezeichnet. Angeführt wird sie von Zlotan, der 2013 aus Ungarn kam, als sein Vorgänger Eubie nach London zog. Nach dem ersten Monat tragen nicht nur die Mütter ihre Kinder herum, sondern dann nehmen auch die Tanten die Kleinen wechselseitig huckepack, um die Mütter zu entlasten. Das bietet ein besonderes Bild im Gehege auf den Subtropenterrassen.

Bei den Bongos hatte sich im vergangenen Herbst nach sechs Jahren wieder der erste Zuchterfolg eingestellt. Jetzt ist es innerhalb von einem halben Jahr ein zweites Mal geglückt. Der Ende Oktober geborene Kaamu hat eine Halbschwester bekommen. Wie seine Mutter Wilma ist auch seine Tante Asante schon in der Wilhelma zur Welt gekommen. Die hat nun mit Ndala ein Mädchen zur Welt gebracht. Vater des Nachwuchses ist jeweils Tambo, der 2012 aus dem Duisburger Zoo nach Stuttgart gekommen ist. Die sechste im Freigehege neben dem Giraffenhaus ist die Bongokuh Cindy. Die Kleinen haben bereits die typischen hellen Nadelstreifen in ihrem rotbraunen Fell und den schmalen Bürstenkamm auf dem Rücken. Die gedrehten Hörner wachsen ihnen mit der Zeit. Die Nachzucht hilft, diese markante Antilopenart vor dem Aussterben zu bewahren. In der Natur gibt es von den ostafrikanischen Bongos schätzungsweise nicht mehr als 150 Tiere.

Quelle: PM Wilhelma