Wilhelma: Nachwuchs bei den Faultieren

Foto: Wilhelma

Bei den Falutieren in der Wilhelma gibt es wieder Nachwuchs. Faultier Mutter Marlies hat im Oktober bereits zum zwölften Mal Nachwuchs bekommen.

Für Neugeborene ist aller Anfang schwer. Besonders auffällig ist das jedoch beim Nachwuchs von Tierarten, die eine außergewöhnliche Ernährungsweise pflegen.  Zweifinger-Faultiere hängen ihr Leben lang fast ausschließlich von Ästen herab, ob sie wach sind oder schlafen. Sogar den Scheitel ihres Fells haben die Baumbewohner auf dem Bauch. Darauf ruht bei Mutter Marlies im Südamerikahaus seit Anfang Oktober der jüngste Nachkomme meist wie in einer Hängematte. Während die erfahrene Mutter sich mit den Krallen der Hinterbeine an einem Ast einhakt und artistisch zum Futter, frischen Blättern, herablässt, ist in ihrem langen Zottelfell das Baby für Besucher am besten auszumachen. Weil der Säugling mit fester Nahrung nichts anfangen kann, beteiligt er sich noch nicht aktiv an den Turnübungen, sondern bleibt dicht an der Milchquelle. Doch gut festgeklammert an seine Mutter muss das Kleine jede Bewegung mitmachen. Mal zeigt sein Köpfchen aufwärts, seitwärts, abwärts. Unverdrossen reckt dabei Junior, dessen Geschlecht bei Faultieren oft erst nach einem Jahr zu erkennen ist, vorwitzig seine Nase, um mit zu bekommen, was seine Eltern veranstalten.

Quelle: Wilhelma

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