Wilhelma: Nachwuchs im Schweinestall und Wintertarif

Schwäbisch Hällisches Landschwein - Foto: Wilhelma

Schwäbisch Hällisches Landschwein – Foto: Wilhelma (Archiv)

Im Schweinestall der Wilhelma wuselt es gerade mächtig: Bei den Schwäbisch-Hällischen Schweinen gab es am Dienstag, 27. Oktober 2015, Nachwuchs. Seitdem halten Muttersau Lucy zehn kleine Ferkel auf Trab. „In den ersten Tagen schlafen sie noch viel unter ihrer Wärmelampe“, berichtet Ramona Schiele, stellvertretende Revierleiterin des Schaubauernhofs. „Wenn sie aber gerade nicht dösen oder sich um die Zitzen der Mutter streiten, tollen die Ferkel munter durch ihren Stall.“

Schwarzer Kopf und schwarzes Hinterteil sind typisch für die Schwäbisch-Hällischen Schweine. Die alte Haustierrasse geht nachweislich auf König Wilhelm I., den Gründer der Wilhelma, zurück. So ließ er sich zur Förderung der Viehzucht in Württemberg um 1820 chinesische Maskenschweine aus England bringen, um sie mit einem Landschwein kreuzen zu lassen. Die Zucht gelang: Die robusten und genügsamen Nachkömmlinge waren fruchtbar und schmeckten zudem auch noch gut. So wurden die Schwäbisch-Hällischen Schweine zur häufigsten Rasse im Ländle.

Ungemach drohte ihnen, als sich die Ernährungsgewohnheiten in den 1950er Jahren zu ändern begannen und die Konsumenten nach Magerfleisch statt Schweinespeck verlangten. Dieser Trend war so stark, dass die Rasse in den 1970er Jahren ganz verschwunden wäre, hätten nicht die Liebhaber dieser regionalen Besonderheit sie am Leben erhalten. Dank ihrer Anstrengungen sieht der Bestand heute wieder rosigeren Zeiten entgegen. Die nun geborenen Ferkel sind Teil dieser Erfolgsgeschichte. Als Mitglied der Züchtervereinigung Schwäbisch-Hällisches Schwein trägt die Wilhelma einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der alten Haustierrasse bei.

Nur am Rande: Ab dem 1. November 2015, passend zu den Herbstferien, gibt es den Wilhelma-Besuch zum günstigen Wintertarif. Beispielsweise kann eine Familie nicht nur die Ferkel, sondern alle rund 11.000 Tiere der Wilhelma, für 27,50 Euro anstelle von 40 Euro besuchen.

Quelle: PM Wilhelma