Wilhelma: Neue Schmetterlinge aus Augsburg angekommen

Foto: Wilhelma

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Mit einem Mal war die beschauliche Atmosphäre im Schmetterlingshaus der Stuttgarter Wilhelma verflogen: Quirliges Treiben brach gestern Nachmittag aus, als eine Kindergruppe entdeckte, dass die Pfleger nach und nach einen großen Schwarm der farbenfrohen Falter fliegen ließen – gerade erst eingetroffen aus Augsburg. Dort waren die mehr als 300 fliegenden Gaukler die Stars einer Sonderausstellung in der Tropenhalle des Botanischen Gartens, die mit den Ferien zu Ende gegangen ist. Dessen Leiter Bernhard Winzenhörlein brachte die Tiere nach Stuttgart, wo sie den üblichen Bestand der Wilhelma für einige Wochen verdoppeln.

Die Kinder waren völlig in den Bann gezogen. Denn die für ihre Flatterhaftigkeit bekannten Falter wollten sich nach der Reise ausruhen und setzten sich zunächst auf alles in ihrer Nähe: auch Finger, Arme, Schultern, Köpfe und selbst Nasen von Besuchern. In der Wilhelma mit ihrem dauerhaften Schmetterlingshaus sind solche filigranen Flugkünstler das ganze Jahr über zu bestaunen, doch nicht immer in dieser Zahl. Die Tiere kommen sonst als verpuppte Raupen in die Wilhelma, wo die Besucher deren Metamorphose zum Schmetterling in einer Vitrine betrachten können. So schlüpfen die schillernden Schönheiten kontinuierlich, aber in größerem Zeitabstand. Ihre Lebensspanne reicht je nach Art von einigen Tagen und Wochen bis zu einem halben Jahr. Deshalb lohnt sich der Besuch in der Schmetterlingshalle durch den Zuwachs aus Augsburg vor allem im April besonders.

Auch die Mitbewohner der Schmetterlingshalle, die Flugfüchse, dürften überrascht gewesen sein. Plötzlich bevölkerten viele Falter die Fruchtspieße, die als Futter für die Fledertiere aufgehängt sind. Die Kinder sorgten sich, dass nun auch die Schmetterlinge zum Vesper für die Flughunde werden. Doch Pflegerin Susanne Finckh-Friedrich konnte sie beruhigen: „Anders als Fledermäuse, die Insekten fressen, sind Flugfüchse reine Vegetarier, die sich von Früchten ernähren. Sonst wäre dies bald keine Schmetterlingshalle mehr.“

Quelle: PM Wilhelma