Wisentgehege Springe: Erstmals Nachwuchs bei den Bartkauzen

Bartkauz-Küken - Foto: Wisentgehege Springe

Bartkauz-Küken – Foto: Wisentgehege Springe

Falknern gelingt erste Bartkauznachzucht im Wisentgehege
Federknäuel Simpson soll später in der Flugschau die Besucher erfreuen

Simpson ist kommunikativ. Er kann kaum seinen Schnabel halten. Der kleine Bartkauz beobachtet das Geschehen um sich herum aufmerksam mit seinen gelben Augen – und kommentiert es. Zu niedlich sieht er in seinem wuscheligen grauen Federkleid aus. Aber er hat auch schon richtige Federn und kann mittlerweile fliegen. Als die Falkner ihn wenige Tage nach dem Schlüpfen Ende April zu sich nahmen, wog das kleine graue Federknäuel mit dem dicken Popo gerade einmal 75 Gramm. Drei bis vier Mahlzeiten aus zerkleinerten Mäusehappen bekam er täglich per Pinzette gefüttert. Mittlerweile ist Simpson 700 Gramm schwer und verspeist drei bis fünf ganze Mäuse pro Tag. Auch seine Flugkünste sind beachtlich: Er schafft es seit einigen Tagen tatsächlich, beim täglichen Training über den ganzen Flugplatz des Falkenhofs zu fliegen. „Simpson ist so freundlich und aufgeschlossen“, schwärmt Falknerin Vanessa-Sophie Korzenski von ihrem neuen Liebling. Allerdings könne sich das in der Pubertät noch ändern, fügt sie hinzu.

Der Erfolg für die Falkner im Wisentgehege Springe ist groß: Zum ersten Mal ist es ihnen gelungen, Bartkäuze erfolgreich nachzuziehen. „Das Pärchen Bambam und Pabbles haben schon öfter gebrütet, aber die Eier waren unbefruchtet oder die Vögel wurden beim Brüten gestört“, berichtet die Falknerin. Diesmal ging alles gut. Gleich vier junge Bartkäuze pickten sich Ende April durch die Eierschale hindurch. Sogar der 22 Jahre alte Bartkauz Dino, der mit dem Elternpaar in Vergemeinschaftung in einer Voliere lebt, hat sich an der Aufzucht beteiligt. Ein Jungvogel verstarb leider in den ersten Tagen, ein Junges wurde an einen anderen Tierpark abgegeben, eines blieb bei den Eltern und Dino in der Voliere – und Simpson wird mit der Hand aufgezogen. „Damit haben wir neben dem Uhu wieder eine größere Eule, die wir in der Flugschau zeigen können“, freut sich die Falknerin. Besucher müssen sich aber derzeit noch gedulden: Zwar trainieren die Falkner bereits jeden Tag mit dem niedlichen Bartkauz, aber bis Simpson in der Flugschau zu sehen sein wird, wird noch etwas Zeit vergehen. „Er ist noch ein Baby und lässt sich zu sehr von den Zuschauern ablenken, sagt Vanessa-Sophie Korzenski mit einem liebevollen Lächeln.

Quelle: PM Wisentgehege Springe