Wisentgehege Springe: Nachwuchs bei Elchen und Flachlandwisenten

Elch mit Nachwuchs - Foto: Wisentgehege Springe

Elch mit Nachwuchs – Foto: Wisentgehege Springe

Erstes Kalb der Unterart Flachlandwisent geboren
Die königliche Elchin bringt wieder Zwillinge zur Welt

Am 1. Mai hat Wisentkälbchen Delia das Licht der Welt erblickt. „Delia ist der Beginn einer neuen Zeitrechnung bei uns. Sie ist der erste Wisent der seltenen Unterart Flachlandwisent, der im Wisentgehege geboren wurde“, sagte Wisentgehegeleiter Thomas Hennig. Ihre Mutter ist Dusty, die 2012 aus Duisburg ins Wisentgehege Springe kam. Der Vater ist Powik, der im Nationalpark Bialowieza in Polen geboren wurde und ebenfalls 2012 im Wisentgehege ein neues Zuhause fand. Insgesamt fünf junge Flachlandwisentkühe gehören zu seinem Harem. Der vier Jahre alte Wisent ist, obwohl noch nicht ausgewachsen, bereits ein stattlicher Bulle. Auffällig sind seine gewaltigen Hörner, die ihn erheblich von allen in Springe lebenden sonstigen Wisentbullen unterscheiden. Für die Zucht der Flachlandwisente ist mit dem Zuchtbuchführer abgesprochen, dass im Wisentgehege geborene Tiere dieser Unterart nicht wie bisher Namen mit SP (abgeleitet von Springe) bekommen, sondern mit DE beginnen (abgeleitet von Deister). „Wir hoffen noch auf einen Spielkameraden für Delia“, sagte Thomas Hennig. Die kleine Erstgeborene wird mindestens ein Jahr mit ihrer Mutter in der Herde bleiben. Da in Deutschland aber nur wenige Flachlandwisente gehalten werden, ist es wahrscheinlich, dass die kleine Wisentkuh irgendwann eine relativ weite Reise antreten wird.
Bereits seit 1928 züchtet das Wisentgehege Wisente – allerdings der Unterart Flachland-Kaukasuslinie. Auch in dieser Herde wurde im Mai ein kleines Kälbchen geboren. Ihre Mutter ist Ihnga. Das kleine Mädchen namens Sponga ist im Gehege gegenüber der Köhlerhütte zu sehen. Damit aber nicht genug:
Die „königliche ElchinSilvia hat wieder Zwillinge zur Welt gebracht, ein Junge und ein Mädchen. Auch diese sollen Namen aus dem schwedischen Königshaus erhalten. Die beiden Kälber sind wohlauf und folgen ihrer Mutter auf Schritt und Tritt.
Zwei Jungstörche recken zudem ihre Köpfchen aus dem Horst. Noch ist immer ein Elterntier bei den Küken. Der Partner sucht nach Nahrung. Wenn er heimkehrt tauschen sie die Rollen. Der Wisentgehegeleiter freut sich über den Nachwuchs, nachdem im vergangenen Jahr alle Storchenküken wegen der kalten und nassen Witterung nicht überlebten.
In der Kinderstube des Wisentgeheges tummeln sich zudem etliche Muffellämmer sowie ein Minirentier. Dazu kommen 28 Frischlinge, die in ihrem gestreiften Look einfach niedlich anzuschauen sind. Es gibt also viele Jungtiere im schönen Wisentgehege zu entdecken.

Quelle: PM Wisentgehege Springe