Wisentgehege Springe: Rentiere rücken in den Vordergrund

Foto: Wisentgehege Springe

Das Wisentgehege in Springe hat auch in der Wintersaison täglich geöffnet – und ab sofort gibt es dort die nächste Attraktion zu sehen: In Zusammenarbeit mit Kooperationspartner Axel Winter und seinem Team werden Rentiere im Mittelpunkt des neuen Projekts stehen. „Bis jetzt haben die Rentiere bei uns ein Schattendasein geführt. Jetzt rücken wir sie ins Rampenlicht“, sagt Wisentgehegeleiter Thomas Hennig.

Das Wisentgehege stellt den neuen Mitbewohnern einen Bereich von etwa einem Hektar Größe zur Verfügung, auf dem bis zu 15 Rentiere in artgerechter Natur leben werden. Schon beim Näherkommen hören Besucher das leise Bimmeln der Glöckchen, die die Rentiere an ihrem Geschirr tragen. Wer dann noch intensiv lauscht, hört immer wieder ein leises Knacken. Beim Laufen wird durch die Bewegung ihrer Sehnen ein knackendes Geräusch ausgelöst, wodurch die Tiere auch im dichten Schneegestöber oder Nebel den Kontakt zur Gruppe nicht verlieren.

Das Rentier war bis zur Eiszeit in dieser Gegend heimisch – passt also hervorragend in den Tierbestand des Wisentgeheges. Erst als sich die Eismassen zurückzogen, ging auch das Rentier in den Norden. Das Wisentgehege holt die stolzen und besonnenen Riesen nun für die Besucher zurück. Das neue Rentier-Projekt bietet ihnen unglaubliche Nähe und einmalige Augenblicke – denn das Rentier ist die einzige domestizierte Hirschart weltweit. Sie sind zudem die einzigen Vertreter der Hirsche, bei denen auch die Weibchen ein Geweih tragen. Allerdings sind die Geweihe der Männchen wesentlich größer. Den Tieren erleichtern sie die Nahrungssuche unter dem Schnee.

Rentiere live zu Gesicht zu bekommen, sie anzufassen und mit ihnen – Seite an Seite – die Natur zu erkunden, ist ein atemberaubendes Erlebnis. Besucher spüren die einmalige Verbundenheit mit der Natur und den Rentieren. Sie können die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung kennenlernen. Ziel des neuen Rentiercamps ist es unter anderem, bei Kindern und Jugendlichen ihr Interesse für Natur und Umwelt zurückzugewinnen. Für die Besucher sind auf der Sika-Wiese zwei finnische Spitzzelte, sogenannte Lavvus, aufgestellt worden. In den altertümlichen skandinavischen Zelten wird alles Wissenswerte über die Tiere und das Leben der Sami und Ren vermittelt.

Winter ist ausgebildete Trekking-Guide und Wildnisführer. Er begleitet in seinem Projekt „Dog and Trail“ Gruppen und Einzelpersonen in die Wildnis. Dazu leitet der Umwelt- und Erlebnispädagoge eine Wildnisschule. Regelmäßige Präsentationen an Wochenenden und Feiertagen sind im Wisentgehege ebenso buchbar wie spezielle Angebote für Gruppen und Einzelpersonen. Sogar Erlebnis-Übernachtungen sind im Rentierlager möglich.

Quelle: PM Wisentgehege Springe

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