World Association of Zoos and Aquariums: Bedrohung der Arten nimmt weiter zu

Die Bedrohung vieler wildlebender Arten nimmt weiter zu: Das ist eines der wichtigsten Themen auf der aktuell in Berlin begonnenen Konferenz der „World Association of Zoos and Aquariums“ (WAZA), bei der mehr als 250 Zoo-Experten aus 46 Ländern von fünf Kontinenten zusammengekommen sind, um unter anderem die Zukunft der Zoos zu besprechen.

„Das Motto ‚Our time is now‘ ist überaus passend, denn die Bedrohung der Arten in der Wildnis nimmt weiter zu“, sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ), auf der Konferenz. „Das erkennt man auch daran, dass die Roten Listen der Weltnaturschutzunion IUCN immer länger werden. Derzeit gelten fast 28.000 Tier- und Pflanzenarten als bedroht.“

Zoos kommt deswegen im Artenschutz eine immense Bedeutung zu: Zum einen erhalten sie Arten, die sonst in der Wildbahn bereits nicht mehr anzutreffen sind. Zum anderen sorgen sie durch Wiederauswilderungsprojekte dafür, dass einst gefährdete Spezies wieder in ihren natürlichen Lebensraum zurückkehren können. „Das Przewalski-Pferd ist ohne Frage eine unserer größten Erfolgsstories bisher: In Zentralasien beheimatet galt es als in der Wildnis ausgestorben. Mit nur sehr wenigen Tieren, die in Europa gehalten wurden, ist es gelungen, wieder eine Population in der Mongolei aufzubauen“, erklärt Homes. „Ohne Zoos wie unter anderem in Berlin und Hellabrunn in München hätte das nicht funktioniert.“ Dass die Arbeit der zoologischen Einrichtungen als wichtige außerschulische Bildungsstätten geschätzt wird, zeigen auch die 40 Millionen Besucher in den 71 VdZ-Zoos im Jahr 2016.

Quelle: PM VdZ

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